Der letzte Detektiv (17) Eurodschungel

von Michael Koser

Regie: Alexander Malachovsky
BR 1990
50 Min.


Jonas: Bodo Primus
Sam, sein Supercomputer: Peer Augustinski
Judith Delgado: Karin Anselm
Lucrezia Carnevale: Elisabeth Volkmann
sowie Rainer Basedow, Kornelia Boje, Jochen Busse, Claudius Zimmermann, Alvin Mayer, Roland Astor, Hans Stetter und Detlev Kügow


Jonas sitzt im Casablanca bei einem Synth-Whisky der Marke Mies & Teuer. Der Keeper knallt das Fon vor ihn: "Für Dich, Jonas!" Am anderen Ende ist Martta Toivonen. Er soll einen Auftrag für sie übernehmen. Martta Toivonen lebt im Golden Ghetto, im High Security Compound für Spitzenkräfte, abgeschirmt von Holo-Augen, Sensor-Fallen, Robo-Dogs und -Wächtern. Und sie besitzt eine Bank im Zentrum von Babylon. Am Platz Der Immerwährenden Hochkonjunktur. Es ist die Europäische Depot- und Investment-Bank. Klein, aber fein. Mit einem begehbaren Safe im Keller. Offen und leer. In der Nacht vorher ausgeräumt. Bis auf den letzten Euro. Ein chips-sträubender Fall für Sam und Jonas, der die beiden in den wilden Südosten der Stadt führt. Bevölkert von Street-Gangs, Killer-Kids, Neo-Samurais, Kannibalen und Mutanten. Beherrscht von der Korporation. Früher hieß sowas Mafia...


Bemerkungen:

Richtig schwache Folgen gibt es in dieser Reihe nicht - allerdings kann das hohe Niveau auch nicht immer gehalten werden. "Eurodschungel" ist eine dieser Episoden, die halt "nur gut" sind. Das liegt vor allem am Plot, der hier irgendwie doch sehr konstruiert und auf SF getrimmt wirkt. Die Geschichte um die "Kooperation" hat ein paar Klischees zuviel, die nur bedingt in den üblichen Kosmos passen.

Ausgeglichen wird das durch ein viele unterhaltsame Dialoge. Gerade Peer Augustinski als SAM läuft hier zu Hochform auf. Er bekommt nicht nur sehr unterhaltsame Texte, sondern füllt diese auch mit viel Farbe aus. Seine Performance würde ich schon als seine bislang beste Leistung in dieser Reihe bezeichnen.
Sehr gut und hörenswert ist auch wieder Bodo Primus. Als "Stargäste" hat man Elisabeth Volkmann, Rainer Basedow und Jochen Busse im Ensemble, die ihre Rollen gut spielen und vor allem ohne zuviel eigenes Klischee präsentieren.


Eine hörenswerte Folge, auch wenn der Plot nicht ganz so überzeugt. Die exzellenten Dialoge und schauspielerischen Leistungen entschädigen dafür recht ordentlich, so dass diese Episode letztlich auch empfehlenswert ist.


Meine Wertung: + + +



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