Der letzte Detektiv (18) Eurobaby

von Michael Koser 
Regie: Werner Klein
BR 1990
48 Min.

Hörprobe:


 


Jonas: Bodo Primus
Sam: Peer Augustinski
Neon: Jutta Speidel
Dr. Pretorius: Evelyn Hamann
sowie Reinhard Glemnitz, Günther Sauer, Sibylle Nicolai, Peter Bertram, Michael Gahr und Hans Hermansen


Bamballa, Nordost-Afrika. Jonas und sein sprachchaotischer Begleiter Sam (in der Pocket-Ausführung) sehnen sich nach Babylon, der großen Stadt mitten in den Vereinigten Staaten von Europa. Doch Babylon ist weit. Und um dorthin zu kommen, braucht man Geld. Jonas hat keinen müden Euro mehr. Und damit keine Möglichkeit, nach Hause zu kommen. Bamballa: Trocken, heiß, trübselig. Und über dem Ganzen ein durchdringender Duft nach Kamelmist und abgelatschten Sandalen. Das letzte! - Aber da taucht plötzlich dieser Landsmann auf, dieser Cornelis van Meeren. Er gehört zu Eurimex Import Export. Eurimex kauft hier in Bamballa zum Beispiel Hirse für das Gen-Vieh in Europa. Gewaltige Fleischklumpen in Plastiktrögen. Ohne Glieder, ohne Kopf. Automatisch gewartet und gefüttert. Van Meeren ist der Privatsekretär von Dr. Pretorius, der Chefin von Eurimex. Und er ist der Mann für Jonas. Er verspricht ihm 250 Euros und ein Raketen-Ticket nach Babylon. Allerdings für eine kleine Gefälligkeit. Jonas soll seine Chefin im Transport-Helikopter nach Kundu begleiten. Als Bodyguard. Ein Höllenflug. Denn Laila ist auch dabei. Laila und ihr Laser.


Bemerkungen:

In dieser Folge setzt Jonas im wahrsten Sinne des Wortes zum Höhenflug an. Aber zunächst ist er im fernen Bamballa gestrandet - pleite, ohne Aussicht nach Babylon zurückzukommen. Der ungewöhnliche Beginn in ebenso ungewöhnlicher Umgebung, sorgt dafür, dass der Einstieg gleich viel Interesse auf sich lenkt. Die vermeintliche Rettung aus der Fremde mündet in eine Geiselnahme, die Jonas mit Neon - und natürlich SAM - nicht nur überwinden muss, anschließend muss auch noch dafür gesorgt werden, dass das "Eurobaby" in sichere Hände kommt. Michael Koser schildert hier einen temporeichen Fall in spannender Kulisse.

Zum Gelingen tragen auch hier die wie immer sehr guten Sprecher bei. Peer Augustinski darf hier wieder viele Facetten zeigen und sich sogar als parodiebegabte Computerstimme outen. Bodo Primus sorgt für den herben Charme Jonas' und Jutta Speidel sorgt als weibliche Mitstreiterin für ein wenig James-Bond-Flair. Erwähnenswert auch die wunderbare Evelyn Hamann, die als Frau Dr. Pretorius überzeugt.

Kurzweilige Thrillerunterhaltung mit dem typischen Jonas-Humor sorgen hier für besten Hörspaß. Das Einschalten lohnt sich!


Meine Wertung: + + + +

 
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