| Der letzte Detektiv
(19) Euromüll von Michael Koser Regie: Werner Klein BR 1990 48 Min. Jonas: Bodo Primus Sam: Peer Augustinski Neon: Jutta Speidel Mama Macumba: Evelyn Hamann sowie Henning Venske, Christoph Lindert, Eduard Linkers, Hans Stetter, Peter Bertram und Karl Friedrich In der Metropole Babylon, Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Europa ist er der letzte Detektiv: Jonas, ein unerschrockener Mann und Einzelkämpfer und deshalb für alles gefragt. Für seine Klienten geht Jonas aufs Ganze und deshalb endet, was als unscheinbarer Fall beginnt, nicht selten in einem bedingungslosen Kampf gegen Korruption und Bestechung, Machtmissbrauch und politische Verbrechen. Solaria, Afrika, Juli 2012. Weißer Strand. Grüne Palmen. Eine relativ saubere Umwelt. Jonas ist im Urlaub. Mit Neon, der schönen, dunkelhäutigen Autorin aus den USA und aus dem Fall Eurobaby. Alles entspannt. Alles Bestens. Und jetzt so was: Ein Geschrei mitten in der Nacht vor dem Bungalow. Ein Schuss. Eine Leiche. Und zwei flüchtende Männer der TOUPO. Der Touristenpolizei. „Sehr auffällig. Sehr verdächtig“, meint Jonas. Denn der Mann ist nicht vor seiner Behausung vom Leben zum Tode befördert worden. Da ist zwar der Einschuss in der linken Brust, aber kein Blut. Und im Nacken sind schon Leichenflecken. Neon und Jonas kommen darüber ins Grübeln. Nicht so Sam. Der tut sich zunehmend schwer mit der Konzentration. Seine Gedanken kreisen um AX 13/2005, McCoy Incorporated, Versuchsmodell Inamorata. Mit anderen Worten: Auch Computer können sich verknallen. Und zwar gewaltig! |
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| Bemerkungen: Ein Fall für Jonas mit einem spektakulären Aufhänger. Er hat gerade das letzte Abenteuer in Afrika verdaut und möchte mit Neon noch in Afrika ein paar Tage die Seele baumeln lassen, da legt man ihm des Nachts eine Leiche vor die Tür. Daraus entwickelt sich ein unterhaltsame Geschichte, die allerdings ihren Hörwert insbesondere auch SAMs Eskapaden zieht, der hier ganz ungewöhnliche Züge an den Tag legt. Der Plot wirkt ansonsten etwas belanglos und auch die Darstellung hängt hier schon mal etwas durch, die Spannung und das Interessante aus dem Aufhänger kann man leider hier nicht aufrecht halten. Das Ensemble ist zwar nominell gut besetzt, es gelingt aber nicht mit besonders guten Leistungen für Aufmerksamkeit zu sorgen. Das Spiel ist insgesamt eher etwas bieder. Bei der Besetzung der Madame Macumba zeigt man sich sogar etwas uninspiriert, da man hier erneut Evelyn Hamann ins Boot holt, die in der letzten Folge dieses Afrika-Intermezzos schon in einer anderen Rolle zu hören war, was bei einer so markanten Stimme nicht wirklich ein guter Schachzug ist. Immerhin, Peer Augustinski rettet die Ehre und den Hörspaß. Er zieht hier wieder alle Register und sorgt quasi im Alleingang für den nötigen Unterhaltungswert. So erhält man hier, trotz interessanter Kulisse, gutem Einstieg und einem sehr unterhaltsamen Handcomputer, nur einen eher durchschnittlichen Jonas-Fall. Peer Augustinski rettet das Stück, so dass man allein aufgrund des verliebten Computers SAM das Hören nicht bereuen wird. Meine Wertung: + + |
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