| Der letzte Detektiv (29) Weihnachtsmärchen von Michael Koser Regie: Werner Klein BR 1995 44 Min. Mit Bodo Primus, Peer Augustinski, Simone Solga, Ellen Schwiers, Peter Fricke, Ilse Neubauer, Michael Hinz u.a. Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, Dezember 2013. Valerie steht plötzlich vor dem Schreibtisch. Kurz Val. Sam sagt: „Der Wal“. Weil sie groß und umfangreich ist. Das soll ein Witz sein: Jonas und der Wal. Dabei sind Val und Jonas schon seit Jahren kein Paar mehr. Val ist jetzt auch Detektivin. Die allerletzte. Und sie bringt Jonas einen Fall. Es geht um ein altes Hetero-Paar. Ramona und Kevin Klein. Die Kleins hatten sich gerade erst ein Kind gekauft. Also illegal adoptiert. Ein Retortenkind oder eine Leihmutter hatten sie sich nicht leisten können. Und jetzt ist es ihnen gestohlen worden. Aus dem Bett. Von Weihnachtsmännern mit Laserstrahlern. Keine Lösegeldforderungen. Keine Kontaktaufnahme. Sam findet eine erste Spur. Und die führt über Olga Omarenko (Kinder en gros und en detail) nach General Bastiani. Das ist eine Festung der Grenztruppen gegen den Ansturm hungriger Drittweltler. Bemerkungen: Nach dem starken Finale der letzten Folge (Ufo), greift diese Episode nur bedingt den Faden auf. In einem Halbsatz wird der Cliffhanger abgehandelt, ohne es wirklich aufzulösen. Der Fall an sich überrascht dann leider auch nicht so richtig. Schon das Auftauchen Vals ist nur bedingt originell, da der Charakter doch sehr aufgesetzt wirkt und letztlich den Fall eigentlich auch nur als Stichwortgeber bereichert. Es gibt gewohnte Jonas-Kost; ein typischer babylonischer Milieufall. Koser bringt ein paar interessante Rahmendetails, wie die Kinderhändlerin oder die Weihnachtsmanngang hinein. Das genügt, um die Spielzeit ganz passabel zu füllen, aber dem Fall fehlt ein bisschen die Frische. Man hat so den Eindruck, als ginge dem Detektiv nach fast 30 Episoden, ein wenig die Luft aus. Immerhin streckt man diese Geschichte nicht unnötig und lässt es mit einer dreiviertelstündigen Spielzeit bewenden. Für diese Strecke reicht der Unterhaltungswert auch mal gerade so aus. Auch wenn eine schwache Jonasfolge besser ist, als vieles andere, was sich im Hörspielgenre tummelt, so richtig zufrieden kann man mit "Weihnachtsmärchen" nicht sein. Zuviele Standards, zuwenig Originelles - solides Handwerk, aber mit zuwenig Pfiff. Meine Wertung: + |
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