| Dreaming of Babylon |
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Autor: |
Richard Brautigan |
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Produktion: |
BR 1983 |
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Regie: |
Ernst Wendt |
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Bearbeitung: |
Ernst Wendt |
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Länge: |
104 Min. |
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Mitwirkende: |
Markus Boysen, Cornelia Froboess, Edda Seippel, Michael Habeck, Felix von
Manteuffel u. a. |
Inhalt: |
San Francisco 1942. Sam Spade ist in Istanbul, Lew Archer in der Armee und
Philip Marlowe anderweitig beschäftigt. Bleibt nur noch C. Card. Er ist ein
unfähiger Privatdetektiv, der sich sogar die Patronen für seine Pistole leihen
muss. Am liebsten flüchtet er sich in Tagträume von einem Paradies-Babylon, wo
er ein berühmter Ermittler und unwiderstehlicher Liebhaber ist. Bis er
unversehens doch noch einen Auftrag erhält. Da ist zwar kein Mord aufzuklären,
aber immerhin eine Leiche zu transportieren. Dafür verspricht ihm eine
verführerische Blondine satte 1 000 Dollar. Das scheint zunächst mal alle
Probleme des notorisch verschuldeten Detektivs zu lösen und sogar seine
unzufriedene Mutter mit seinem Loser-Leben zu versöhnen. Doch leider trifft C.
Card bei seinem Auftrag auf unerwarteten, ja sogar bewaffneten
Widerstand.
Richard Brautigan, 1935 in Tacoma/Washington geboren, ist
einer der wichtigsten modernen amerikanischen Autoren. Seine Bücher waren die
Kultbücher einer ganzen Generation und machten ihn zum literarischen Idol der
60er-Jahre. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und erreichten
ausnahmslos Bestseller-Auflagen. 1984 nahm sich Brautigan das Leben. |
Bemerkungen: |
Wenn man dieses Hörspiel gehört hat, fragt
man sich nicht wirklich, warum der Autor Richard Brautigan nach einer
großen Karriere heute nahezu in Vergessenheit geraten ist. Die
Geschichte "Dreaming of Babylon" schafft es in keinster Weise
irgendwelche Akzente zu setzen. Die alberne Geschichte, die nur mit
einer einzigen überzeugenden Szene im Leichenhaus glänzen
kann, sorgt mehr für Ärgernis, denn gute Unterhaltung.
Auch die Umsetzung überzeugt zu keiner Zeit. Das sehr aufgesetzte
Gestotter des Protagonisten nervt den Hörer bereits nach wenigen
Minuten und auch die sehr billige - weil sterile - Machart sorgen hier
nicht wirklich für Hörinteresse. Gerade hier hätte man
die Traumsequenzen oder einzelne Kulissen deutlicher machen
können. Man kann nur hoffen, dass diese Produktion zumindest
so billig war, wie sie klingt und sich die Kosten für dieses
Machwerk in Grenzen gehalten haben.
"Dreaming of Babylon" ist ein Hörspiel, über das ich mich
maßlos aufregen könnte. Gestohlene Zeit und vergeudete
Rundfunkgebühren - einfach absolut überflüssig.
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