Dreckige Engel
von Richard van Camp
Regie: Annette Berger
Produktion: WDR 2008
Bearbeitung: Annette Berger
Larry und Clarence, zwei junge Indianer, leben in einem Kaff im Norden
Kanadas, wo die Temperatur regelmäßig unter minus 40 Grad
fällt. Mit Musik, Drogen und Sex versuchen sie, gegen die
Ödnis der Provinz
anzukämpfen. Und mit ein paar krummen Touren, die ihnen das
nötige Kleingeld verschaffen. Schließlich stoßen sie
auf ein wirklich lukratives Geschäft: Mit manipulierten
Spielautomaten
werden sie bald reich. Als ihnen dann noch Larrys Großvater
Snowbird, ein alter Medizinmann, einen Segen erteilt, fühlen sich
beide unverwundbar. Bis sich die vietnamesische Mafia in ihr Revier
einmischt. Mit dem Verteilungskampf wird auch die Rivalität unter
den beiden Freunden härter. Zumal sich beide für das gleiche
Mädchen zu interessieren scheinen. Aus Blutsbrüdern werden
Feinde.
Richard van Camp, geboren 1971, ist Angehöriger der
Dogrib-Indianer, eines Stamms im Norden Kanadas. Er schreibt Songs,
Erzählungen und Gedichte. Für sein 1996 erschienenes
Debüt "Die ohne Segen sind" erhielt er den begehrten Preis des
Verbandes kanadischer Autoren, in Deutschland wurde das Buch mit dem
Jugendliteraturpreis
2001 ausgezeichnet.