| Drei Schwestern von Anton Tschechow Musik: Bernd Scholz Regie: Gert Westphal SWF/ORF/DRS 1961 87 Minuten ![]() Olga: Anneliese Stoeckl Mascha: Käthe Gold Irina: Dinah Hinz Andrej: Heinrich Schweiger Natalja, seine Frau: Elfriede Ramhapp Oberstleutnant Werschinin: Paul Hoffmann Regimentsarzt Tschebutykin: Bruno Hübner Sprecher: Walter Andreas Schwarz Matthias Fuchs, Axel Corti, Wolfgang Stendar, Hermann Wlach Die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina und ihr Bruder Andrej leben in der russischen Provinz. Dort herrscht die Langeweile und sie träumen davon, eines Tages in ihre Heimatstadt Moskau zurückkehren zu können. Lediglich das im Ort ansässige Offizierskorps bringt Abwechslung in den Alltag. Im Haus der drei Schwestern gehen Offiziere ein und aus, doch nach Moskau führt immer noch kein Weg. |
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| Bemerkungen: Das Drama in vier Akten von Anton Tschechow wurde von Gert Westphal für den Funk bearbeitet und inszeniert. Es erzählt die Geschichte der drei Schwestern Olga, Mascha und Irina, die gemeinsam mit ihrem Bruder Andrej weitab in der russischen Provinz von der großen Stadt Moskau träumen und darauf hoffen, dorthin zurückzukehren. Der Wunsch scheint zunächst greifbar, rückt aber immer mehr in weite Ferne. Die Geschichte lebt von der Tragik, bringt aber auch zuweilen heitere Untertöne mit. Westphal fasst die Handlung im Skript gut und schlüssig zusammen - Trotz einer hierfür relativ kurzen Spielzeit von 87 Minuten gelingt es ihm, die Stimmung des Buches einzufangen und zu transportieren. Das ist dann aber auch ein wenig das Problem dieser Produktion, denn die Hoffnungslosigkeit und Trübsinnigkeit der Geschichte, schlägt sich auch im Erzähltempo und -art nieder. Das Konzept ist weniger geeignet, den Hörer unmittelbar zu interessieren - es drängt sich inhaltlich nicht auf. In diesem Punkt helfen eher die sehr guten Schauspieler, die die Rollen anschaulich verkörpern. Anneliese Stoeckel, Dinah Hinz und Käthe Gold geben den Schwestern jeweils eine gute, eigenständige Farbe. Überhaupt leistet sich das Ensemble keinen einzigen schwachen Moment - Gert Westphal hat hier ein klares Bild vorgegeben und umgesetzt. Ohne Frage ist diese Produktion eine gelungene Umsetzung der Vorlage. Allerdings ist das Drama an sich ein wenig spröde und kann meines Erachtens mit anderen Werken des Autors nicht ganz mithalten. Meine Wertung: + + |
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