| Dr. Jekyll und Mr. Hyde von Robert Louis Stevenson aus dem Englischen von Hubert von Bechtolsheim Bearbeitung: Nick McCarty Regie: Annette Kurth WDR 1997 100 Min. ![]() Jekyll / Hyde: Matthias Fuchs Utterson: Rolf Schult Lanyon: Friedhelm Ptok Pool: Horst Bollmann Guest: Christoph Eichhorn Enfield: Christoph Zapatka Stift: Daniel Brühl Vermieterin: Karin Buchali Carew: Alf Marholm Inspector Newcome: Michael Habeck Sergeant: Jochen Kolenda Constable: Daniel Berger Dr. Snedin: Rudolf Jürgen Bartsch Vater: Reinhard Schulat Mann 1: Rolf Berg Mann 2: Thomas Klenk Mary: Alexandra von Schwerin Sarah: Christiane von Poelnitz Zeitungsjunge: Malte-Lauritz Schrage Mädchen: Nele Hippe-Davis Anna: Christine Urspruch ![]() Im Studio: v.l. Alf Marholm spricht den Carew, Matthias Fuchs Jekyll und Hyde, Friedhelm Ptok den Arzt Lanyon Bild: © WDR/S.Anneck Londons Straßen liegen in Dunkelheit und Nebel: Willkommener Schutz für den gewissenlosen und grausamen Mann, der Kinder und Frauen quält, Männer betrügt und mordet. Mr. Hyde heißt das Monster. Und immer wieder führen seine Spuren zum Haus des angesehenen Arztes Dr. Jekyll. Dessen Freunde sind schon seit längerem alarmiert: Der Arzt experimentiert mit alchimistischen Formeln und hat den Rahmen der „Heilkunde“ längst verlassen. Niemand weiß, was genau er sucht. Bis die Verbindung zum Mörder Hyde auch die Polizei auf den Plan ruft. Robert Louis Stevenson (1850-1894) verbrannte den ersten Entwurf zu dieser Erzählung, nachdem seine Frau sich über fehlende „Moral“ beklagt hatte. Die Endfassung wurde zum größten Publikumserfolg des Autors, mehrfach verfilmt und als Musical aufgeführt. |
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| Bemerkungen: "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" ist ein oft und gern adaptierter Stoff. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Geschichte um den Forscher, der seine dunkle Seite in einer eigenen Figur manifestiert, bringt alles mit, was dem Hörer Interesse abringen könnte. Ähnlich wie Mary Shelleys "Frankenstein" ist auch dieses Werk ein Abenteuer mit starkem moralischem Hintergrund. Trotz der doppelten statt der üblichen Spielzeit, steigt man in dieser WDR-Fassung erst in den Plot ein, als die Figur "Hyde" schon geschaffen ist. Dennoch bietet die Geschichte noch genug, so dass hier letztlich keine Längen aufkommen. Annette Kurth hat die Erzählung Stevensons in einer Bearbeitung Nick McCartys für den Funk inszeniert. Man transportiert recht anschaulich die zeitlichen und räumlichen Hintergründe, wenngleich man auch hier deutlich mehr Gewicht auf die Dialoge legt. Allerdings stechen auch hier und da sehr gut gemachte Szenen in den Straßen von London bei Nacht hervor. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Sprecherriege fast durchweg prominent besetzt. Die Leistungen sind gut, allerdings hätte hier und da etwas mehr Feuer in den Dialogen hörbar werden dürfen. Diese WDR-Fassung ist eine ordentliche Umsetzung des Stoffes, für die hohe Wertung sorgt aber letztlich nur die erstklassige Geschichte. Meine Wertung: + + + + |
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