Eegen Fleesch un Bloot

von Ubbo Gerdes
Regie: Wolfgang Schenck
RB 1995
39 Min.


Mit Rolf Petersen, Peter-Heinrich Brix, Beate Kiupel, Gerlind Rosenbusch


Alfred hat geschäftlich alles erreicht, was er wollte, nur frisst die Arbeit ihn auf und seine Ehe ist kinderlos geblieben. Sein Schulfreund Roland liebt seine Frau und seine Kinder und ist stolz auf seinen kleinen Betrieb - aber finanziell steckt er ewig in Schwierigkeiten. Eines Tages schlägt der eine dem anderen ein Geschäft vor, das beiden aus der Bedrängnis helfen soll.

Ubbo Gerdes (Jahrgang 1943) aus Aurich schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Erzählungen auf Platt, und zuweilen publiziert er auch in der populären NDR Sendung "Hör mal 'n beten to".


Bemerkungen:

Eine Vierecksgeschichte zum Thema Leihmütter. In knapp 40 Minuten schafft es Ubbo Gerdes das polarisierende Thema in einigen Facetten zu beleuchten. Es gelingt ihm dabei, das Thema auch unterhaltsam und mit einer ordentlichen - wenn auch etwas vorhersehbaren - Pointe darzustellen.
Dadurch, dass man es in Plattdeutsch erzählt, wirkt die Geschichte sehr bodenständig und authentisch. Den volkstümlichen Hauch, den man Mundartfassungen nachsagt, ist hier nicht zu finden.

Das Stück wird allein von vier Schauspielern getragen, die die beiden betroffenen Ehepaare, eins kinderlos, eins kinderreich, gut darstellen. Die Leistungen sind glaubhaft, allerdings hätte etwas mehr Kulisse der Geschichte auch nicht geschadet.


Wieder einmal ein gelungenes Hörspiel in Plattdeutsch, das den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit des Themas und Unterhaltungsanspruch gut meistert.

Meine Wertung: + + +


 
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