| Ein Clochard mit schlechten Karten
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Autor: |
Leo Malet |
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Produktion: |
SWF 1997 |
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Regie: |
Hans Gerd Krogmann |
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Länge: |
50 Min. |
Mitwirkende: |
Christian
Brückner (Nestor Burma), Sabine Postel (Helene Chartelet),
Christine Schönfeld (Jeanne Martigny), Doris Wolters (Hortense
Demessy), Ellen Schulz (Madame Lauredant) und Peter Engel, Simon David
Grossenbacher, Markus Hoffmann, Wolfgang Höper, Benjamin Marquart,
Jochen Neupert, Manuela Romberg, Jutta Villinger
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Inhalt: |
Kaum ein Paris-Tourist verirrte sich 1957 in das
ärmliche 15. Arrondissement. Aber genau hier sucht der
Privatdetektiv Nestor Burma nach seinem einstigen Schützling Paul
Demessy, den er als Clochard aus der Gosse gezogen hat. Und jetzt ist
Paul aus seinem tristen Fabrikarbeiter-Leben plötzlich
verschwunden. Burma findet heraus, dass Paul sich auf ein
gefährliches Spiel eingelassen hatte. Aber Burma wird nur noch den
Gewinner bei diesem Spiel lebend treffen ..
Léo Malet ist der Schöpfer des berühmten Detektivs
Nestor Burma. Malet, im südfranzösischen Montpellier geboren,
gilt als Vater des «schwarzen Kriminalromans» in
Frankreich. Er begann seine Karriere 1925 als Kabarettist.
Als Kriminalschriftsteller debütierte er 1942 unter
verschiedenen Pseudonymen, wie Frank Harding oder Jean de Selneuves. Er
schrieb insgesamt etwa 50 Romane. Der Zyklus seiner Kriminalromane um
den Privatdetektiv Nestor Burma - mit der reizvollen Idee, jede Folge
in einem anderen Pariser Arrondissement spielen zu lassen - wurde bald
zur Legende. «Ein Clochard mit schlechten Karten» (Les eaux
troubles de Javel) erschien 1957.
Malet erhielt 1948 den «Grand prix de littérature
policière», 1958 den «Großen Preis des
schwarzen Humors» und 1984 den «Grand Prix du Club des
Détectives». Er starb am 03. März 1996.
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Bemerkungen:
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Leo Malet hat zugegebener Maßen noch nie wirklich
mein Hörspielherz erobern können. Seine spröden
Geschichten in französischem Flair konnten mich bislang nicht
begeistern. Auch "Ein Clochard mit schlechten Karten" reiht sich in
diese Reihe ein. Außer der etwas derben Darstellung und dem
erwähnten Ambiente unseres Nachbarlandes, hat diese Geschichte
kaum etwas Besonderes.
Hinzu kommt, dass man Nestor Burma - wie immer - mit Christian
Brückner besetzt, dessen Stimmfarbe dieser Figur nichts
Originelles einhauchen kann.
Der Krimiplot an sich ist auch eher Durchschnittsware und lebt eigentlich im Wesentlichen von der harten Gangart Malets.
Man sollte schon ein gewisses Faible für das Hard-boiled-Genre
mitbringen, damit man von diesem Stück gut unterhalten werden
kann. Bei mir kann man hiermit bestenfalls ein "Durchschnittlich"
erreichen.
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