Eine Art Engel
  Autor: Laurence Demonio
  Produktion: WDR 2001
  Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
  Länge: 53 Min.

Mitwirkende:

Claus-Dieter Clausnitzer, Götz Argus, Monika Hansen, Jens Wawrczeck, Matthias Ponnier, u.a.

Inhalt:

In einer eisigen Nacht kurz vor Weihnachten findet die alleinstehende Maria in einer Baugrube am Rand von Paris einen jungen, wunderschönen Mann. Schwer verletzt wurde er dort liegen gelassen. Sie nimmt ihn mit nach Hause und pflegt ihn gesund. Während dieser Zeit redet der Junge kaum. Nur seinen Namen erfährt Maria: Ange – Engel. Doch nachdem er sich erholt hat, verschwindet er plötzlich. Erst einige Zeit später taucht Ange wieder bei Maria auf und bittet sie um ihre Hilfe. Langsam wird klar, was es mit dem mysteriösen Jungen auf sich hat. Einst war Ange der Lieblingssohn des skrupellosen Drogenbosses und Zuhälters Stanislav Weiss. Jetzt ist er auf der Flucht vor ihm. Aber nur frei zu sein reicht Ange nicht. Er will Rache.

Laurence Demonio wurde 1960 geboren; sie ist Anwältin und lebt in Paris. Für „Eine Art Engel“, ihren Debütroman, erhielt sie den Prix de Goya.

Bemerkungen:

Ein Thriller, der mit sehr viel französichem Flair daherkommt und in seinem engen Korsett von einer Radiostunde sehr überfrachtet wirkt. Das tut weder der Geschichte, noch dem Hörer gut, der doch einige Schwierigkeiten haben dürfte, in die Geschichte einzutauchen.
Deren Struktur und gestauchte Erzählweise sind etwas zu spröde um von "guter Unterhaltung" sprechen zu können.

Daran ändern auch die guten Sprecher wenig, die gut in die Geschichte passen und in diesem engen Geflecht doch Akzente zu setzen wissen.

Letztlich bleibt "Eine Art Engel" ein Hörspiel, das eher - vermutlich sogar nur -  den hartgesottenen Fans gefallen dürfte. Wer Spaß an dichten hard-boiled-Thrillern hat, sollte zumindest mal ein Ohr riskieren - vielleicht springt der Funke ja doch über...
Meine Wertung: -
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