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Eine langweilige Geschichte Von Anton Pawlowitsch Tschechow Regie: Günter Bommert Bearbeiter: Christian Schuler mdr 1998 84 Min. Nikolaj Stepanovic: Kurt Böwe Varja, seine Frau: Karin Ugowsky Liza, seine Tochter: Jaschka Lämmert Katja: Corinna Kirchhoff Michail Fedorovic: Lothar Blumhagen Kellner: Fred-Arthur Geppert Petr Ignatevic: Albrecht Goette Nikolaj, der Universitätsdiener: Georg Helge Student: Thomas Rudnick Aleksandr Adolfovic Gnekker: Lutz Salzmann u.a. „Es gibt in Russland den verdienten Professor Nikolaj Stepanovic Soundso; er ist Geheimrat und Ritter so vieler russischer und ausländischer Orden, dass die Studenten ihn ‚Ikonenwand’ nennen, wenn er die Orden einmal anlegen muss.“ So beginnen „Die Aufzeichnungen eines alten Mannes“, die Tschechow mit 29 Jahren schrieb. Es ist der innere Monolog eines berühmten und hochgeehrten Professors. Als Mediziner weiß er, dass er bald sterben muss. Gequält durch Schlaflosigkeit und Todesangst sieht er, der sein ganzes Leben der Wissenschaft gewidmet hat, seine Umgebung zum ersten Mal mit scharfem, kritischem Blick. Er leidet unter der Banalität seines Familienlebens, unter dem modischen Zynismus seiner Kollegen und der Dummheit seiner Studenten. In seiner ängstlichen Selbstbeobachtung wird er seiner Umgebung gegenüber immer hilfloser und isoliert sich mehr und mehr. So verfehlt er auch die Gelegenheit, Katja, seiner geliebten Ziehtochter, das rettende Wort zu sagen, um das sie ihn in ihrer Verzweiflung anfleht. |
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