| Ein fatales Erbe von Mary McCabe aus dem Englischen von Bernd Rullkötter Regie: Andreas Weber-Schäfer SDR 1981 54 Min. Stan Higgins: Jochen Nix Laura Carson: Brigitte Böttrich David Melville: Friedrich Briesemeister Tony West: Walter Sittler Dr. Stephanie Nicholson: Ulrike Bliefert Dr. Mark Ramsay: Günther Amberger Prof. John Cunningham: Gert Tellkampf Reinemachefrau: Lieselotte Neumann-Hoditz Dr. Ramsey legt in den Gehirnen von Testpersonen verbliebene Erinnerungen aus dem Leben ihrer Vorfahren frei mit Hilfe einer Droge, die eine Reaktion mit der DNS eingeht und die Gedächtnisreize sensibilisiert. Als sich eine Gruppe von Studenten als freiwillige Probanden meldet, ahnt niemand, was für weitreichende Folgen der Versuch auf einen von ihnen haben wird. Stan Higgins erfährt, dass einer seiner Vorfahren als Mörder endete. Der Schock hat eine nachhaltige Veränderung seiner Persönlichkeit zur Folge. Die fremden Erinnerungen werden täglich dominanter. Mary McCabe lebt und arbeitet im schottischen Glasgow. Sie ist Autorin von Kurzgeschichten, Kinderbüchern und Hörspielen. Bemerkungen: Ein Hörspiel aus dem SF-Genre mit einem recht typischen Plot. Die (moralischen) Grenzen der Wissenschaft werden aufgezeigt, indem man eine harmlos wirkende Ausgangssituation in eine dramatische Richtung lenkt. Grundsätzlich ist das nichts Neues, aber es reicht durchaus die Radiostunde mit recht spannender Unterhaltung zu füllen. Der moralische Zeigefinger ist dabei insgesamt nicht soweit erhoben, dass er einem das Hörspiel verleiden würde. Ein wenig sperrig ist allerdings die Inszenierung. Sie ist doch sehr trocken geraten, da sie sich fast ausschließlich auf die Dialoge stützt. Diese sind nun auch nicht gerade sonderlich lebendig und fordern die Sprecher nur in Ausnahmefällen. An deren Leistung allerdings, ist wenig auszusetzen. Zudem gibt es auch die Hörspielpremiere von Walter Sittler, der im Erscheinungsjahr des Hörspiels auch erstmals im Schauspielfach agierte. Inhaltlich nicht zu beanstanden - da bekommt man beste Unterhaltung geboten. Von der Inszenierung hätte man - auch unter Berücksichtigung des Produktionsjahres - schon ein wenig mehr erwarten dürfen. Insofern wird es ein Wertungspunkt weniger, als es der Inhalt verdient hätte. |
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