Michail Lermontov

Ein Held unserer Zeit

Aus dem Russischen von Peter Urban

Hörspielbearbeitung: Elisabeth Panknin

Regie: Oliver Sturm
hr/SWR/DLF 2007
99 Min.


Mit Martin Engler, Gunter Schoß, Michael Rotschopf u.a.


»Ein Held unserer Zeit, meine Herrschaften, ist in der Tat ein Porträt, aber nicht das eines einzelnen Menschen: es ist ein Porträt, zusammengesetzt aus den Lastern unserer ganzen Generation, in ihrer vollen Entfaltung.« Als Michail Lermontov sein Prosawerk »Ein Held unserer Zeit« schrieb, war er Anfang zwanzig, ein gestrandeter Soldat, verbannt in den Kaukasus. Die fünf Novellen seines Buchs, erzählt aus drei unterschiedlichen Perspektiven, kreisen um die Person eines jungen Offiziers, Grigoriy Aleksandroviˇc Pecˇorin, in dem man viele Züge von Lermontov selbst entdecken kann. Für die Nachfolgegeneration der russischen Autoren wurde er zum Typenvorbild eines »überflüssigen« Menschen. Seine Leidenschaft wird von der Langeweile und der Gleichgültigkeit erstickt. Am Schluß beschreibt der Held sich selbst als unsteten und tragischen Charakter: »Ich habe nie genug: an den Kummer gewöhne ich mich genauso wie an den Genuß, und mein Leben wird von Tag zu Tag inhaltsleerer.«



Michail Jurjevic Lermontov (1814 – 1841 ) besucht eine Militärschule, obwohl sein Hauptinteresse der Dichtung gilt. Als er 1837 in seinem Gedicht »Der Tod des Dichters« Zar Nikolaus indirekt beschuldigt, verantwortlich für Puˇskins Tod zu sein, wird er verbannt in den Kaukasus. Er stirbt bei einem Duell.






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