| Ein
Schmarotzer weniger |
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Autor: |
Horst Bosetzky |
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Produktion: |
WDR 1989 - Audiobuch 2008 |
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Regie: |
Albrecht Surkau |
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Musik: |
Thomas Preißler |
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Länge: |
53 Min. |
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Mitwirkende: |
Ballmann: Matthias Ponnier
Annette: Sabine Postel
Catzoa: Gottfried Mehlhorn
Lienhosp: Friedrich Karl Praetorius
Piepsi: Martin Semmelrogge
Modrawa: Bernhard Baier
Frau Mahlow: Gisela Keiner
sowie
Hans-Peter Thielen, Karlheinz Tafel, Katharina Palm, Franziska
Grasshoff, Rudolf Jürgen Bartsch, Thomas Biehl, Reinhard
Schulat, Angelika Steinborn, Uwe Diederich, Thomas Höhne;
Josef Quadflieg, Gerd Mayen, Bernd Schmidt, Ludger Buhrmann, Walter
Gontermann, Gregor Höppner, Ruth Schliefenbusch und Lilly
Towska |
Inhalt: |
Auf dem Sozialamt gerät das
Gespräch zwischen Dieter Modrawa und seiner Sachbearbeiterin
Anette Niehaus so außer Kontrolle, dass nur das beherzte
Eingreifen des Amtsleiters die Beamtin vor ernsthaften Verletzungen
bewahren kann. Doch Ballhaus hat mit dem Locher ein wenig zu fest
zugeschlagen Modrawa ist tot. Panisch versuchen die beiden Kollegen,
den Mord zu vertuschen. Aber die Leiche wird gefunden ... |
Bemerkungen: |
Krimis von -ky bestechen durch ihre besondere Art. Die Fälle,
die oft im Verwaltungsmilieu spielen, sind genauso spröde, wie
es erforderlich ist. Das ist kein Makel, sondern zeugt von einer
besonderen Detailtiefe, die –ky eben besitzt und auch
vermitteln kann.
Auch bei "Ein Schamrotzer weniger" begibt sich der Autor in die
Amtsstube und lässt diesen Krimi im Dunstkreis des Sozialamts
spielen. Den Plot an sich kennt man auch aus anderen Krimis, unter
anderem auch vom Autor selbst: Ein versehentlicher Mord wird zu
vertuschen versucht, und dabei geraten die Protagonisten durch diverse
Widrigkeiten immer mehr in die Zwickmühle.
Auch wenn der Grundsatz nicht originell ist, die Details sind es auf
jeden Fall.
Richtiges Leben bekommt der Fall nicht zu geringem Teil durch die
Sprecher. Sabine Postel und Matthias Ponnier überzeugen als
Verzweiflungstäter ebenso, wie der Rest der sehr gut besetzten
Riege. Ein Highlight ist sicherlich Martin Semmelrogge, der als
"Piepsi" nahezu eine Idealbesetzung ist.
Bei der Untermalung fällt die Musik aus der Feder Thomas
Preißers auf. Das sehr gut passende Score ist zwar nur als
Trenner zwischen einzelnen Szenen im Einsatz, kann aber hier die
Pointen der einzelnen Szenen unterstreichen und zudem ein
schönes Krimifeeling vermitteln.
"Ein Schmarotzer weniger" ist ein typischer –ky-Krimi - im
besten Sinne. Die bitterböse Geschichte kann ich jedem
Krimifan nur ans Herz legen.
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