Einsteins Fragment

von Friedrich Bestenreiner

Regie: Harald Krewer
ORF 2010
54 Min.

Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde


Greta Wise, Mrs President der Diamond Foundation: Elisabeth Orth
Chris Jordan, Physiker, Mathematiker und Philosoph: Karl Markovics
Jakob Zerwanitzer, Altwarenhändler: Peter Fröhlich
Lucky Lussinda: Katharina Lorenz
Tonio Malone, Casinobetreiber: Jörg Ratjen
Daniel Shapiro, Berater des US-Präsidenten: Johannes Zeiler
Kommentator: Toni Slama
Albert Einstein: Friedrich Bestenreiner
Pfarrer: Eduard Wildner
Kind: Alberta von Poelnitz
Mutter: Christiane von Poelnitz
Computer: Matthias Lühn
Studenten: Franziska Hackl, Silvia Meisterle, StuMoritz Vierboom, Florian Köhler
Tonbandstimmen: Christian Fillitz, Paul Brennan, Joe Remick, Fritz Oberhofer


In einem Trödelladen findet der Physiker und Mathematiker Chris Jordan zufällig ein altes, abgespieltes Tonband. Darauf: die Stimme von Albert Einstein, der komplizierte Zahlenkolonnen rezitiert. Exakte Computeranalysen ergeben schließlich, dass Einstein offenbar auf eine Art Matrix gestoßen ist, mit Hilfe derer der Zufall außer Kraft gesetzt und die Zukunft vorhergesagt werden kann. Als die amerikanische Regierung sich für "Einsteins Fragment" zu interessieren beginnt, kommt eine Lawine ins Rollen. Eine Lawine, die am Ende auch den Forscher unter sich begräbt ...


Friedrich Bestenreiner, 1924 in Wien geboren, war - neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit - jahrzehntelang als Physiker in der Grundlagenforschung tätig. In "Einsteins Fragment" beschäftigt er sich, ebenso ironisch wie gekonnt, mit dem Wesen des Zufalls. Folgt alles einem unsichtbaren Plan? Oder gibt es ihn doch, den Zufall? Unberechenbar, sinnentleert und chaotisch ...


Bemerkungen:

Friedrich Bestenreiner gelingt es auch hier wieder exzellent, wissenschaftliche Erkenntnisse in ein spannendes und unterhaltsames Hörspiel zu verpacken. Diesmal widmet er sich dem Thema Zufall. Eine ganze Menge Mathematik wird hier sehr anschaulich im Text verbaut, ohne dass es steif oder auch nur ansatzweise langweilig würde.

Bestenreiner nutzt die Idee, dass wissenschaftlichen Errungenschaften auch oft ein Übel anhängt - hier die Beherrschbarkeit des Zufalls und damit das Wissen um das Ende der Menschheit. Dies macht den Protagonisten insbesondere im zweiten Teil des Hörspiels zu schaffen. Hier bekommt der Protagonist eine private Komponente hinzu, die zunächst ein wenig hastig daherkommt. Sie funktioniert dann aber grandios, auch weil sie die Grundlage für ein bitterböses Ende bietet.


Ein tolles SF-Hörspiel, dass mit einer fundierten wissenschaftlichen Grundlage für eine Stunde richtig guter Unterhaltung sorgt; anspruchsvoll und spannend - da kann ich nur das Einschalten empfehlen!


Meine Wertung: + + + +

 
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