| Electronic City von Falk Richter Musik: Hans Platzgumer Regie: Ulrich Lampen RB / rbb 2004 53 Min. Joy: Kathrin Angerer Tom: Milan Peschel Mann 1: Burghart Klaussner Mann 2: Konstantin Graudus Frau 1: Marion Martienzen Frau 2: Susanne Wolff Stimme: Sabine Urban Ein Hollywood-Produzententeam (oder ein Team von Leuten, die funktionale Lebensräume kreieren) entwickelt das Drehbuch zu einem Film, einem Szenario, einer Kulisse: Tom, ein erfolgreicher Businessman, ist immer auf Reisen. Los Angeles, Tokio, New York, Berlin - Grossstädte, die sich kaum noch unterscheiden. Er hält sich ständig an Orten von Übergängen auf: in Flugzeugen, auf Flughäfen, in Lounges, in Hotels von grossen Ketten. Die Architektur, die Wohneinheiten in den Hotels sind überall gleich. Toms Freundin Joy ist ähnlich viel unterwegs. Sie ist Kassiererin bei einer internationalen Duty-free-Shop-Kette. Als der Infrarotleser ihrer Kasse nicht mehr funktioniert, ist sie einem Nervenzusammenbruch nahe. Sie versucht, Tom auf seinem Handy zu erreichen, doch Tom hat den Zahlencode für sein Zimmer vergessen: Orientierungslos irrt er auf dem Flur seines anonymen Hotels auf irgendeinem Kontinent umher. Falk Richter, 1969 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. Er arbeitet als freier Autor, Übersetzer, Theater- und Opernregisseur. Er inszenierte in Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Amsterdam, Mainz, Atlanta und San Francisco. 2000 bis 2004 war er Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich. Hans Platzgumer, 1969 in Innsbruck geboren, bringt bereits mit 17 Jahren die fortschreitende Ausbreitung der Compact Disc derart in Rage, dass er ein Pamphlet veröffentlicht: «Tod der CD» (natürlich nur auf Vinyl erhältlich!), sein Debut und heute ein gesuchtes Sammlerstück. Platzgumer ist ein musikalischer Hans Dampf in allen Genre-Gassen; er betreibt Punk, Triphop, Jazzrock, Elektronik. |
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