| Endstation Venedig Hörspiel in 2 Teilen von Donna Leon Übersetzung aus dem Amerikanischen: Monika Elwenspoek Regie: Hans Gerd Krogmann SDR/DLR/WDR 1997 110 Min. ![]() Erzählerin: Hannelore Hoger Commissario Guido Brunetti: Michael König Paola Brunetti, seine Frau: Hille Darjes Chiara, beider Tochter: Abak Safaei-Rad Vice-Questore Giuseppe Patta: Wolfgang Hinze Dr. Rizzardi, Pathologe: Matthias Ponnier Caporal Miotti: Christian Berkel Bonsuan, Bootsführer: Hansjürgen Gerth Maggiore Ambrogiani: Jürg Löw Bocchese, Laborant: Walter Renneisen Dr. Terry Peters, Ärztin: Frauke Poolman Captain Duncan: Michael Holz Captain Butterworth: Hüseyin Cirpici Sergeant Wolf: Gerd Andresen Barmann: Rudolf Guckelsberger Schaffner: Hans Gerd Krogmann Frauenstimme/Sekretärin: Claudia Jahn Junge Frau an der Rezeption: Andrea F. Brunetti Augusto Viscardi: Peter Fricke Mr. Kaymann: Christian Körner Signora Concetta: Grete Wurm Fosco, Wirtschaftsjournalist: Rainer Bock Junge: Ralph Jung Im dunklen Wasser eines Kanals in Venedig treibt die Leiche eines jungen Mannes. Sehr professionell wurde ihm ein Messer ins Herz gestoßen. Und offensichtlich war er vollgepumpt mit Drogen. Commissario Guido Brunetti identifiziert ihn als Sergeant Foster vom amerikanischen Militärstützpunkt in Vicenza. Dort stößt er auf eine merkwürdige Mauer des Schweigens: niemand ist bereit ihm zu sagen, welche Aufgaben Sergeant Foster hatte, in welcher Abteilung er gearbeitet hatte. Bis die junge Ärztin Terry Peters sich an Brunetti wendet und ihn darauf aufmerksam macht, dass Sergeant Foster niemals Drogen nahm. Und dass Vice-Questore Patta ihn auffordert, sich doch lieber um den Bilderdiebstahl zu kümmern als die Amerikaner mit seinen Nachforschungen zu belästigen, weckt Brunettis Neugier umso mehr. Commissario Guido Brunetti wird immer klarer, dass der Mord an dem amerikanischen Sergeant Foster geschehen war, um ein anderes Verbrechen zu vertuschen. Offenbar hatte Foster Infomationen über einen gigantischen Umweltskandal, in den sowohl die Amerikaner wie eine italienische Chemiefabrik verwickelt sind. - Bei Dr. Peters findet er geheime Berichte über ein krankes Kind, das an extremem Hautausschlag, Verbrennungen und hohem Fieber gestorben war. Als dann noch Dr. Peters ermordet aufgefunden wird, ist Brunetti klar, dass es gefährlich wird. Mit Hilfe seines Kollegen aus Vicenza kommen sie einem riesigen Umweltverbrechen auf die Spur. |
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Bemerkungen: Der zweite Fall für Guido Brunetti konfrontiert ihn mit einem Mord, der ihn auf die Spur geheimnisvoller Machenschaften bringt. Die Mafia, das amerikanische Militär, italienische Waffenhersteller - alle scheinen hierin verwickelt. Wie immer lässt Donna Leon hier kein gutes Haar an der italienischen Obrigkeit, denn auch hier hängen einflussreiche Kanäle, die zumindest Brunettis Vorgesetzten im Griff haben, offenbar in der Geschichte drin. Die Autorin erzählt einen spannenden Fall, der insbesondere mit einem sehr gelungenen Ende überzeugen kann. Angenehm ist auch die Hörspielumsetzung, die sich in der Bearbeitung auf einen guten Fallaufbau konzentriert und Nebensächliches auf ein Minimum reduziert. Das Tempo kann die Inszenierung dann nicht ganz transportieren. Hier erzählt man insgesamt zu gemächlich. Das Quentchen zuviel Ruhe kommt insbesondere durch Hannelore Hogers sehr gemächlichen Erzählstil. Da die Erzählerrolle hier viel Raum einnimmt und auch Dialoge stets durch sie unterbrochen werden, gelingt es nicht, das Tempo irgendwo im Hörspiel unabhängiger zu gestalten. Dabei bringt das große Ensemble einiges an Qualität mit, um das Schauspiel lebendiger zu machen. Immerhin gelingt es, dass die Sprecher, ihren Figuren die Notwendige Eigenständigkeit einhauchen können. Ein spannender, gut aufgebauter Krimi, der durch eine etwas zu gebremste Inszenierung, etwas eingeengt ist. Dennoch sollten hier Krimifreunde auf jeden Fall ein Ohr riskieren! Meine Wertung: + + + + |
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