| Erfolg |
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Autor: |
Lion Feuchtwanger |
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Produktion: |
SWF/BR 1984 - DAV 2008
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Regie: |
Hartmut Kirste |
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Bearbeitung: |
Jochen Kittner |
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Musik: |
Peter Zwetkoff |
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Länge: |
356 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Axel Corti
Erzähler: Walter Andreas Schwarz
Dr. Otto Klenk: Hans
Putz
Dr. Fanz Flaucher: Michael Habeck
Johanna Krain: Hannelore
Elsner
Dr. Siegbert Geyer: Heiner Schmidt
Paul Heßreiter: Karl
Maldek
Dr. Martin Krüger: Franz Böhm
Ratzenberger: Max Griesser
Hartl:
Walter Netzsch
Staatsanwalt: Gerd Anthoff
Dr. Förtsch: Rolf
Castell
Kaspar Pröckl: Gerd Fitz
Agnes: Maria Stadler
Dr. Pfisterer:
Norbert Gastell
Jacques Tüverlin: Lukas Ammann
Erich Bornhack: Michael
Hoffmann
Katharina von Radolny: Renate Grosser
Dr. Bichler: Hans
Stadtmüller
Toni Riedler: Marius Eicher
Pfaundler: Hans Reinhard
Müller
Baron Andreas von Reindl: Fritz Straßner
Dr. Heinrod: Wolfgang
Preiss
Kajetan Lechner: Helmut Alimonta
Andreas Szerda, Marianne Lindner,
Klaus Grauleidis, Irene Harprecht, Regina Färber, Oskar Eckmüller, Martin
Semmelrogge, Luise Deschauer, Dorothee Reize |
Inhalt: |
Provinzialismus, Korruption und aufstrebender Nationalismus bestimmen das
München der 20er Jahre. Das erfährt Dr. Martin Krüger, Direktor der staatlichen
Sammlungen, bitter am eigenen Leib. Mit seiner Vorliebe für expressionistische
Kunst ist er den politischen Mächten ein Dorn im Auge. Ein hinterhältig
angezettelter Meineidsprozess befördert ihn kurzerhand ins Gefängnis. Das
atmosphärische SWR-Hörspiel zeichnet nicht nur die aufstrebende Macht der
Faschisten nach, sondern ist zugleich eindrucksvolles Gesellschaftspanorama
einer ganzen Epoche. |
Bemerkungen: |
Lion Feuchtwanger erzählt in dieser Geschichte aus einer Epoche und Schicht, die
in der historischen Nachbetrachtung wenig Beachtung geschenkt wird. Die Weimarer
Republik und der Aufstieg der Nazis werden in dieser Geschichte, die in der
gehobenen Münchner Gesellschaft spielt, sehr glaubwürdig beleuchtet. Der Roman
erschien 1930, was den Mut des Autors zeigt: Die Parallelen zur realen
Geschichte sind trotz namentlicher Änderungen zu eindeutig, um ignoriert zu
werden.
Die Geschichte Martin Krügers, der aufgrund einer Intrige eine
Haftstrafe verbüßt, dient als Aufhänger - wird aber alsbald zur Nebenhandlung,
denn seine Freundin, die für seine Freilassung kämpft - rückt in den
Mittelpunkt. Dieses Ringen erlebt Höhen und Tiefen und hält die Geschichte auch
über die recht lange Spielzeit von 356 Minuten interessant.
Dieses
Großprojekt des SWR und BR aus dem Jahr 1984 verlangt natürlich nach einem
passenden Sprecherensemble. Viele namhafte Sprecher tummeln sich hier - bei der
Besetzung hat man sehr viel Wert darauf gelegt, dass dort, wo es nötig ist, die
Dialektfärbung auch hörbar ist. Das trägt viel zur gelungenen und glaubhaften
Umsetzung bei.
Feuchtwanger zeichnet ein sehr interessantes und reelles
Bild der Jahre 1921-24 in der bayerischen Landeshauptstadt. Politische und
Gesellschaftliche Zusammenhänge werden hier gekonnt dargestellt und so ist
"Erfolg" ein Hörspiel, dem man Beachtung schenken sollte. |
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