| Es, im Zustand wie gesehen von Franz Mon Regie: Franz Mon hr 2010 ca. 140 Min. Mit Chris Pichler, Markus Meyer und Wolf-Dietrich Sprenger ![]() Von links: Wolf-Dietrich Sprenger (Stimme 3), Chris Pichler (Stimme 2), Markus Meyer (Stimme 1) und Regisseur und Autor Franz Mon Bild: HR/Manfred Roth »Durch das Stück laufen zwei Linien. Es werden kleine, unvollständige Geschichten erzählt, Situationen und Ereignisse angesprochen, die mittels der anderen Linie verwoben sind: die Auswahl der Wörter mit Hilfe der Alphabetreihe. Am roten Faden von A bis zum Zett werden die Inhaltswörter, Substantive, Verben und Adjektive, von dem gerade erreichten Buchstaben dominiert – bevorzugt durch den Anlaut, aber auch durch die Binnenlaute. Das Stück hat also 26 durch die Alphabetfolge charakterisierte Phasen, die sich an den Übergängen jeweils mischen. Jedes Inhaltswort taucht nur einmal auf. Das bedeutet, dass unablässig neue Aspekte, Personen, Bezüge ins Spiel kommen. ›Im Zustand wie gesehen‹ heißt: Das titelgebende ›Es‹ wird immer wieder bestimmt von den Anmutungen und Zumutungen des durchlebten Jahrhunderts, von denen die Wörtermonaden imprägniert sind«, so Franz Mon zu seiner großen akustischen Erzählung am Alphabet entlang. Franz Mon (Pseudonym für Franz Löffelholz), geboren am 8. Mai 1926, ist einer der bedeutendsten Dichter der internationalen Konkreten Poesie, deren Strukturprinzipien er auch auf seine vielfach ausgezeichneten Hörspielarbeiten übertragen hat. Mon lebt und arbeitet in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main. |
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