| Es wird Fragen geben. Ein west-östliches Tagebuch von Florian Goldberg und Heike Tauch Regie: Heike Tauch WDR 2009 55 Min. Peter: Ulrich Noethen Hanna: Dunja Arnaszus Hanna aus Ostberlin und Peter aus Köln erfahren, dass sie seit einer deutsch-deutschen Liebesaffäre zwischen Peters Vater und Hannas Mutter ein Halbgeschwister im jeweils anderen Teil Deutschlands haben. Da ein direkter Kontakt unerwünscht ist, verlegen sich die beiden aufs Schreiben. So entstehen über die Jahre zwischen 1977 bis zum Fall der Mauer 1989 Tagebucheintragungen, Briefe und Notizen für den Vertrauten jenseits der Mauer. Diese werden vor dem Hintergrund von Marktwirtschaft, Selbsterfahrung und No-Future-Gefühlen auf westdeutscher Seite und des Eingesperrtseins und der Indoktrination durch das DDR-Regime auf der ostdeutschen Seite zu einem persönlichen Abriss deutscher Geschichte. Florian Goldberg, geboren 1962 in Brannenburg, lebt als selbständiger Coach und Autor von einschlägigen Sachbüchern in Berlin. Heike Tauch, geboren 1965 in Berlin, lebt als Hörfunkautorin und ‑regisseurin mit Schwerpunkt Hörspiel/Feature sowie als Moderatorin in Berlin. Bemerkungen: Mit einer originellen Grundidee erzählen Florian Goldberg und Heike Tauch eine ganz private Sicht auf die deutsch-deutsche Geschichte aus beiden Perspektiven. Dabei nutzt man einige Klischees, schafft es aber trotztdem, den Figuren eine gewisse Eigenständigkeit und Glaubwürdigkeit zu belassen. Die Geschichte wird sehr gut von Ulrich Noethen und Dunja Arnaszus vorgetragen. Formatbedingt ist es allerdings mehr Lesung, denn Hörspiel, allerdings bleibt die Emotionalität der Figuren auch in den eher rückblickenden Betrachtungen durchaus erhalten. Diese Produktion ist durchaus hörenswert. Sie berührt, sie unterhält und ist in ihrer Blickrichtung auf die Gesellschaft in beiden Teilen Deutschlands durchaus glaubwürdig. Hier darf man gerne einschalten! |
||
| |
||
| Zur Startseite | ||
![]() |
||