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links - 10 Quickies f. eine Nation mit rückläufiger
Geburtenrate |
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Autor: |
Dunja Arnaszus |
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Produktion: |
RBB 2007 |
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Regie: |
Judith Lorentz |
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Länge: |
53 Min. |
Mitwirkende: |
Milan Peschel, Winnie Böwe, Steffi
Kühnert, Hedi Kriegeskotte, Paul Sonderegger, Philomena Ludwig, Ursula Werner, Stefan Ripplinger,
Kathrin Wehlisch, Cathlen Gawlich |
Inhalt: |
"Fortpflanzung - ich bin dabei!"
übertitelt das Ministerium für Sport, Familie und
noch so andere Gruppen enthusiastisch seine neue Kampagne zur
Sexualisierung der zwischenmenschlichen Verhältnisse. Denn
eines ist klar: Ohne Kinder kein Volk, ohne Volk keine Regierung, ohne
Regierung kein Ministerium. Undenkbar. Mit der Herausgabe einer
glossigen Broschüre sucht nun das Ministerium den
libidinösen Bankrott der Bevölkerung (Geburtenrate
bei stabilen 0,0006 %) noch einmal abzuwenden. Die Lebenspartnerschaft
Antonia Assmann und Tom Perez Morales ist dem Vermehrungsplan
gegenüber nicht mal so abgeneigt. Tapfer folgen sie
kapitelweise den bürokratisch-erotischen Vorschlägen
der Broschüre, geben einander Tiernamen und probieren wohl
auch die Sache mit den Fessel-spielen. Ob man einander und das
Ministerium trotz oder wegen all dieser Strapazen glücklich
machen kann, untersucht Dunja Arnaszus mit gut gelaunter
Zwanghaftigkeit in diesem tragikomischen Hörslapstick, dessen
utopische Leichtfüßigkeit von dem
dröhnenden Fußstampfen der Realität
stündlich aufgeholt zu werden droht.
Von der Akademie der Darstellenden Künste zum
"Hörspiel des Monats August 2007" gekürt.
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Bemerkungen: |
Eine witzige Idee ist es allemal - mit wildem
Aktionismus wird auf die Empfänger von staatlicher Hilfe Druck
ausgeübt, die maue Geburtenrate wieder anzukurbeln. Dieses
Hörspiel treibt diese Idee in immer neue
Absurditäten. Leider übertreibt man es ein wenig, in
dem man sich zu oft im Kreis dreht und nur wenig neue, unterhaltsame
Aspekte einstreuen kann. Hier und da lässt man einige
vielversprechende Elemente auch ein wenig verkümmern.
Man kann sich von dem Stück gut unterhalten lassen.
Insbesondere die zahlreichen, kümmerlichen Versuche, ein Kind
zu zeugen, sind durchaus nett anzuhören. Leider wird aber
letztlich zu wenig aus den guten Elementen des Stückes
gemacht. Da wäre - allein von der Idee her - deutlich mehr
drin gewesen. |
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