|
Fahrstuhl zum Schafott |
|
| |
Autor: |
Noël Calef |
|
| |
Produktion: |
SWR 1999 |
|
| |
Regie: |
Walter Adler |
|
| |
Musik: |
Pierre Oser |
|
| |
Länge: |
55 Min. |
|
|
|
 |
|
Mitwirkende: |
Gerhard Garbers
Sylvester Groth
Sascha Icks
Philipp Schepmann
Christian Berkel
Susana Fernandes-Genebra
Thomas Holtzmann
Hermann Lause
Charles Wirths |
Inhalt: |
Julien ist hoch verschuldet und glaubt, nur durch
einen Mord das Glück erzwingen zu können. Alles ist
perfekt geplant: Er ermordet seinen Gläubiger, vergisst dann
aber den Schuldschein auf seinem Schreibtisch und bleibt im Fahrstuhl
stecken. Weitere Zufälligkeiten durchkreuzen seinen Plan:
Seine eifersüchtige Frau sucht ihn, sein Wagen wird von einem
jungen Paar gestohlen, mit seinem Revolver wird ein Fremder erschossen.
Noel Calef erzählt von einer chaotischen Welt, in der Ordnung
durch das Schuldbekenntnis des Einzelnen nicht einmal
vorübergehend hergestellt werden kann.
|
Bemerkungen:
|
Noël
Calef erzählt hier eine bitterböse Geschichte, in der
dem Protagonisten richtig übel mitgespielt wird. Das Mitleid
des Hörers hält sich allerdings in Grenzen, denn
irgendwie stellt sich ja eine Art von Gerechtigkeit letztlich ein.
Das Stück ist spannend erzählt und kommt mit einer
ordentlichen Prise französischem Flair daher.
Für meinen Geschmack ist diese sogar etwas zu
groß geraten, denn die Geschichte wirkt damit leicht
überfrachtet und sperrt sich etwas meinen Ohren.
Bei der Besetzung hat man in die Vollen gegriffen und eine sehr
anhörbare Riege zusammengetrommelt. Die Sprecher leisten
erstklassige Arbeit - durch die Bank werden alle Figuren sehr
glaubwürdig interpretiert.
Ein guter und spannender Krimi, bei dem mich persönlich nur
der französiche Einschlag etwas stört. Wenn sich
daran nicht reibt, der sollte hier unbedingt einmal reinhören. |
|
|