Fräulein
Smillas Gespür für Schnee
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Autor: |
Peter Høeg |
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Produktion: |
SWF/NDR 1995 - der hörverlag 2003 |
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Regie: |
Hermann Naber |
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Bearbeitung: |
Valerie Stiegele |
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Musik: |
Peter Zwetkoff |
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Team: |
Regieassistenz: Stefan Klawitter
Toningenieur: Roland Seiler
Schnitt: Regina Kraus |
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Länge: |
106 Min. |
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Mitwirkende: |
Smilla Jaspersen: Krista Posch
Peter Føjl, der Mechaniker: Matthias Habich
Jesaja: Holger Rapp
Professor Johannes Loyen: Lothar Blumhagen
Kommissar Ravn: Rolf Schult
Dr. Lagermann: Berthold Toetzke
Elsa Lübing: Rosemarie Fendel
Angestellter im Handelsregister: Markus Hoffmann
Kommissar Telling: Heinz Meier
Andreas Fine Licht: Peter Fricke
Moritz Jaspersen: Jürgen Thormann
Birgo Lander: Walter Renneisen
Kapitän Siegmund Lukas: Dieter Eppler
philippinischer Bootsmann: Andreas Szerda
Tørk Hviid: Hans-Peter Hallwachs |
Inhalt: |
Teil 1: Die Stadt
(52 Min.)
Teil 2: Das Eismeer (56 Min.)
Weihnachtszeit in Kopenhagen: Ein sechsjähriger Junge
stürzt im Hafenviertel von einem Hausdach. Laut Polizeibericht
ein Unfall. Smilla Jaspersen, die Nachbarin des Jungen, sieht das
anders. Die Schneespuren auf dem Dach zeigen ihr, dass jemand hinter
dem Jungen her gewesen sein muss. Trotzdem will die Polizei die Akte
schließen. Smilla forscht auf eigene Faust nach. Und je
weiter sie damit kommt, desto entschlossener werden die Versuche von
dritter Seite, sie aus dem Weg zu räumen. Als sie in einem
Versteck des Jungen eine Kassette findet, auf der ein Mann im
ostgrönländischen Dialekt eine Wegbeschreibung durch
das ewige Eis gibt, hat sie eine erste Spur – und
möglicherweise hat sie das in der Hand, hinter dem der oder
die Unbekannten her waren.
Peter Høeg, geboren 1957 in Kopenhagen, arbeitete als
Tänzer und Schauspieler am Theater. Heute lebt er als
Schriftsteller in Jütland (Dänemark). Sein Bestseller
„Fräulein Smillas Gespür für
Schnee“ (1994) wurde verfilmt und mehrfach ausgezeichnet.
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Bemerkungen:
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Der - im
Regelfall begeisterte - Leser der Romanvorlage wird zunächst
ein wenig entsetzt sein, dass man aus dem dreiteilgen Buch, nur zwei
Teile in die Hörspielfassung übernommen hat. Aber die
Abstriche, die man bei einer solchen Umsetzung nahezu unabdingbar sind,
schaffen ein adäquates Werk, dass der Geschichte ein eigenes
Gesicht gibt.
Natürlich wirkt es aufgrund der höheren Dichte auch
temporeicher, was ein wenig zu Lasten der Atmosphäre gibt. Das
Manko kann man aber recht gut durch die Soundgestaltung ausgleichen,
die ein sehr nachvollziehbares akustisches Bild der Handlungsorte zu
zeichnen weiß.
Die Geschichte taucht ohne großes Geplänkel in den
Hauptplot ein und erzeugt schon nach wenigen Minuten Spannung, die auch
bis zum Ende nicht mehr abebbt. Auch wenn es am Ende dann doch recht
einfach zu durchschauen ist, sorgt man mit einem actionreichen Finale
dafür, dass hier nicht vor dem Ziel die Luft ausgeht.
Bei der Besetzung hat man mit Kristina Posch in der Hauptrolle alles
richtig gemacht. Sie verleiht Smilla genau die Klangfarbe, die zur
Figur passt. Zudem ist sie im Hörspiel recht
unverbraucht, was man vom Gros des restlichen Casts nicht gerade sagen
kann. Hier geben sich die Größen der Szene wieder
mal die Klinke in die Hand. Von der jeweiligen Leistung betrachtet, ist
das definitiv ein guter Zug, aber manchen Stimmen haftet nun leider ein
bestimmtes Klischee an, da diese Sprecher gern und oft in
ähnlichen Rollen besetzt werden. So überrascht einen
der eine oder andere Charakter inhaltlich nicht mehr wirklich, sondern
man hat nach den ersten Sätzen schon ein fertiges Bild der
Figur im Kopf.
Das sollte aber sicherlich nur die evtl. stören, die sich des
Öfteren eine Dosis Radiohörspiel gönnen.
Alle anderen bekommen ein absolut spannendes und gut in Szene
gesetztes Hörspiel, an dem es nur wenig auszusetzen gibt. |
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