Frauenliebe - Männerleben

ein Hörspiel von Elfriede Jelinek

Komposition: Peter Zwetkoff
Regie: Hans Gerd Krogmann

SWF / hr 1982
75 Min.



Mit Gisela Stein, Stefan Wigger, Manuela Alphons, Werner Kreindl u. a.


"Der Titel ist eine Paraphrase auf Schumanns Liedzyklus 'Frauenliebe und -leben'. Clara Schumann war die bedeutendste Pianistin des 19. Jahrhunderts. Sie wurde von ihrem Vater dazu herangezogen und auch zum Komponieren angehalten - außergewöhnlich für eine Frau ihrer Zeit. Dann traf die Liebe zu Robert Schumann auf Clara. Aus diesem Zusammenstoß gingen acht Kinder hervor sowie die fortschreitende Geisteskrankheit Roberts. Die acht Schwangerschaften, deren Produkte fast alle in jungen Jahren schon kaputtgingen (um sonst die Mühe!) hinderten Clara am weiteren Komponieren. Clara erklärte daraufhin jedem, dass eine Frau für das Schöpfen von Musik einfach nicht geeignet sei. 'Nur mein Robert ist göttlich!' Dabei war sie als Pianistin die eigentliche Ernährerin der Familie. Zum Zeitpunkt des Hörspiels ist Robert schon tot, was ihn aber nicht hindert, sehr lebendig in den Köpfen der Lebenden herum zu spuken." (Elfriede Jelinek über ihr Hörspiel)

Robert Schumann, am 8.6.1810 in Zwickau geboren, erhielt bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht. Nachdem eine Fingerzerrung die Virtuosenlaufbahn vereitelt hatte, widmete er sich fortan ganz der Komposition. Eine schon in jungen Jahren sich ankündigende seelische Krise gipfelte 1854 in einem Selbstmordversuch. Schumann starb 1856 im Alter von 46 Jahren.



Elfriede Jelinek wurde 1946 in der Steiermark geboren. Sie verfasste zahlreiche Romane, Theaterstücke, Libretti, Drehbücher und Hörspiele. 2004 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

 
Zur Startseite