Freispruch für Hagemann

von Arnold E. Ott


Regie: Horst Loebe
RB 1989
52 Min.



Mitwirkende:
Gerd Baltus - Martin Döbel
Sabine Postler - Doris Vollmer
Matthias Ponnier - Helmut Hagemann
Marion Breckwoldt - Karin Gerling
Daniela Ziegler - Lydia Gisko
Günter König - Wolfgang Vollmer
Michael Thomas - Kommissar Möller


Martin Döbel, Besitzer der Steinbock-Apotheke, erhält unerwartet Besuch von einer jungen hübschen Dame, Karin Gerling. Sie ist im Glauben, dass Döbel sein Geschäft verkaufen will, was er aber bestreitet. Um sicherzugehen, dass sein Geschäftspartner, Stefan Hagemann, der sehr zurückgezogen auf dem Lande lebt, nicht irgendwann eine Verkaufsabsicht geäußert hat, fahren die beiden zu ihm. - Doch sie finden den Eigenbrötler tot in seinem Waldhaus. Daraufhin erklärt die Dame dem verblüfften Martin Döbel, wer sie wirklich ist. Arnold E. Ott schildert in seinem Kriminalstück Freispruch für Hagemann den Tod eines Mannes, der einige Zeit zuvor von der Anklage des Gattenmordes freigesprochen wurde. Kommissar Möller hat zu klären, ob es sich um Selbstmord oder die späte Rache eines Komplizen von Stefan Hagemann handelt.


Bemerkungen:

Mit "Freispruch für Hagemann" legt Arnold E. Ott, einer der Altmeister des Radiokrimis, wieder ein sehr hörenswertes Hörspiel vor. Ein Krimi mit wunderbar verzwicktem Plot, an dessen Anfang es zwar eine Leiche gibt, die Frage, ob es ein Verbrechen gab und wenn ja, wer es verschuldet hat, aber bis zum Ende aufgrund vieler kleiner Rätsel und Wendungen dazwischen, fast zum Nebenereignis wird.

Horst Loebe hat dieses Hörspiel für Radio Bremen inszeniert. Dabei gelingt es viel vom guten, alten Radioflair einzubinden und die Produktion - im positivsten Sinne - altbacken klingen zu lassen. Dazu gibt es ein sehr gutes Sprecherensemble, in dem vor allem Matthias Ponnier und Gerd Baltus überzeugen.

Eine tolle Idee, ein durchweg logischer Plot und eine solide Inszenierung machen dieses Hörspiel zu einem wirklich empfehlenswerten Krimi.
 
Meine Wertung: + + + +
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