| Freitags Mord
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Autor: |
Benjamin Kuras |
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Produktion: |
SR 1982 |
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Regie: |
Otto Düben |
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Länge: |
52 Min. |
Mitwirkende: |
David Goldberg: Kurt Beck
Solomon Freitag: Heinrich Schweiger
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Inhalt: |
Der angesehene Rabbiner Mr. Freitag bittet einen
Kriminalbeamten des Morddezernats zu sich. Voraussetzung: Er soll
jüdischen Glaubens sein. Mr. Goldberg, der einzige Beamte des
Yards mit der gewünschten Konfession, wird mit dem Fall beauftragt
und bekommt eine unglaubliche Geschichte enthüllt: Der Rabbiner
Freitag heißt in Wirklichkeit Heinrich Krawetz und war für
knapp ein Jahr Kommandant des Konzentrationslagers Belzec. Soeben hat
er einen Mann namens Lichner ermordet, einen ehemaligen
SS-Unterscharführer. Lichner hatte ihn erkannt und versuchte, ihn
zu erpressen. Doch der Fall ist nicht so klar, wie er zunächst
scheint. Die Begegnung mit seinem ehemaligen Untergebenen hat
verschüttete Erinnerungen freigelegt: Krawetz hatte sich nur zum
KZ-Kommandanten machen lassen, um seine Geliebte, das jüdische
Mädchen Hanna, zu beschützen. Doch während einer
schweren Krankheit von Krawetz kam Hanna durch die Schuld eben jenes
ermordeten Unterscharführers in die Gaskammer. Krawetz erholte
sich nicht von diesem Schock, seine Krankheit verschlimmerte sich. Er
wechselte Identität und Konfession und lebte bis zum Kriegsende
als KZ-Häftling. Seine frühere Vergangenheit hatte er
komplett verdrängt, bis zu dem Tag, an dem Lichner aufkreuzte.
Jetzt, im wahrsten Sinne zu sich gekommen, verlangt er für sich
die Strafe, die einzig seiner Mitschuld an tausendfachem Mord
entspricht.
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Bemerkungen:
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Der erste "Fall" für Inspektor Goldberg kommt ein
wenig spröde daher. Was allerdings weniger am - tatsächlich
höchst interessanten - Inhalt, als an der Art bzw. dem Ablauf der
Darstellung liegt. Dem Krimifan wird es hier wahrscheinlich gar nicht
so gut gefallen, dass der Fall keinerlei Ermittlungsarbeit beinhaltet,
sondern die gesamte Geschichte recht frei von der Leber weg
erzählt wird.
Inspektor Goldberg steht dem Ganzen dabei eher im Wege und man wird aus
seinem Tun nicht schlau. Kurt Beck hat diese undankbare Rolle inne und
kann hieraus leider auch nicht viel herausholen. Heinrich Schweiger
kann da als Solomon Freitag schon eher glänzen, da diese Figur
doch deutlich mehr emotionale Facetten hat. Allerdings wirklich
schlüssig ist sie auch nicht.
Irgendwie hinterlässt "Freitags Mord" einen eher faden Eindruck.
Trotz bemerkenswertem Hintergrund überzeugt die Darstellung der
Geschichte einfach zu wenig, um eine echte Empfehlung erhalten zu
können.
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