| Frohe Botschaft von Kim Fupz Aakeson aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle Bearbeitung: Siegfried Pfaff Musik: Benjamin Rinnert Regie: Joachim Staritz orb 1996 50 Min. Maria: Conni Wolter Jesus: Götz Schulte Gabriel: Wolfgang Jakob sowie Jürgen Holtz, Nina Rauschenbach 2 000 Jahre nach seiner ersten Ankunft wird Gottes Sohn noch einmal auf die Erde geschickt. Nicky, ein Marketing-Experte, soll die Frieden stiftende Mission vorbereiten. Tatsächlich wird der in der modernen Welt hilflose Erlöser zum Medienereignis, aber anders, als von Nicky geplant. Und die von ihm bezahlte Gefährtin der Nacht, Maria, fördert zwar die Menschwerdung des himmlischen Abgesandten, aber sie torpediert – zu unser aller Pech – auch seine Mission. Kim Fupz Aakeson, geboren 1958, schreibt sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene, u. a. Romane, Drehbücher und Hörspiele. Außerdem arbeitete er als Illustrator für Zeitungen und Zeitschriften. Aakeson erhielt 1990 den Kinderbuchpreis des dänischen Kultusministeriums. Bemerkungen: Kim Fupz Aakeson nutzt das nicht ungewöhnliche Gedankenspiel, wie es wohl wäre, wenn Jesus heutzutage wiederkehrte, und baut daraus eine sehr kurzweilige und interessante Geschichte. Diese ist sowohl Persiflage auf die Weihnachtsgeschichte, hat aber die Kritik an der heutigen Gesellschaft im Allgemeinen und dem Weihnachtsbrimborium im Besonderen mehr im Fokus, als den ironischen Umgang mit biblischen Themen. Die Geschichte wirkt; sie unterhält nicht nur, sondern regt auch zum Nachdenken an. Die knallige Geschichte lebt vom Tempo der Erzählung und der stimmigen Musik von Benjamin Rinnert. Das Ensemble hat mich hier allerdings nicht wirklich begeistert, man agiert hier oft etwas blasser, als es das Thema zuließe. Einzig Wolfgang Jakob als Erzengel Gabriel hat mich hier durchaus überzeugt. Ein gutes Hörspiel, das mit seinem Thema, aber auch vor allem der Botschaft, zu Recht alljährlich Gast im Weihnachtsradioprgramm ist. Meine Wertung: + + + |
||
| Zur Startseite | ||
![]() |
||