Gaslicht
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Autor: |
Patrick Hamilton |
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Produktion: |
DRS 1972 |
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Regie: |
Guido Wiederkehr |
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Länge: |
84 Min.
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Mitwirkende: |
Dinah Hinz - Mrs. Bella Manningham
Herbert Fleischmann - Mr. Jack Manningham
René Deltgen - Rough
Maja Stolle - Nancy
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Inhalt: |
Seit das Ehepaar Manningham vor sechs Monaten in ein
neues Haus gezogen ist, verschwinden dauernd Gegenstände aller
Art; Mr. Manningham behauptet, seine junge Frau leide an
Gedächtnisstörungen. Schließlich war schon ihre Mutter
geistesgestört. Bella, die sich vor dem großen, dunklen Haus
fürchtet, beginnt allmählich selbst, an ihrem Verstand zu
zweifeln. Da erscheint eines Tages in Abwesenheit ihres Mannes ein
netter, alter Herr, der sich vom Dienstmädchen an der
Haustüre nicht abweisen lässt.
Der 1938 in London uraufgeführte Theaterkrimi wurde durch George
Cukors Verfilmung des von ihm frei bearbeiteten Stoffes 1943 zu einem
Welterfolg (in den Hauptrollen Ingrid Bergmann, Charles Boyer und
Joseph Cotten). Dieser Produktion liegt das weniger bekannte Original
des Psycho-Thrillers zugrunde.
René Deltgen, geb. am 30. April 1909 in
Esch-sur-Alzette/Luxemburg, Schauspielschule Köln; Debüt an
den dortigen Städtischen Bühnen. Ab 1936 in Berlin beliebter
Darsteller in klassischen Inszenierungen; nach Kriegsende
Küchenchef, Pferdedresseur und Kabarettist. Ab 1946 Theaterarbeit
u.a. in Konstanz, Köln, München, Hamburg, Zürich und
Wien. 1935 erste Filmrolle bei der UFA in „Das Mädchen
Johanna“; deutsche Synchronstimme von Spencer Tracy und Kirk
Douglas; in den 50er- und 60er-Jahren großer Erfolg im Radio als
Detektiv Paul Temple in der Kriminalhörspiel-Serie nach Francis
Durbridge. 1953 Bundesfilmpreis, 1978 Filmband in Gold für
langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Deltgen
starb am 29. Januar 1979.
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Bemerkungen:
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Dass dieser Stoff dreimal von verschiedenen Sendern
vertont wurde, spricht für die Qualität des Stoffes. Ein
gelungenes Kammerspiel, das seine Spannung weniger aus der Frage nach
dem Täter - der steht schnell fest, sondern den Motiven dahinter
und dessen cleveren Dingfestmachung zieht.
Der kluge Kopf dahinter ist Inspektor Rough, der hier - ebenso wie in der BR-Version - von René Deltgen gesprochen wird.
Überhaupt sind die Sprecher dieser Version denen der -
diesbezüglich gelungenen - BR-Version zumindest ebenbürtig.
Dinah Hinz hat mich sogar hier noch ein wenig mehr überzeugt,
allein ihre Präsenz macht das Stück besonders.
Trotz der recht langen Spielzeit kommt hier keine Langeweile auf. Die
Spannung steigt gleich zu Beginn an und der Bogen hält auch bis
zum Ende.
Zumindest den direkten Vergleich mit der BR-Fassung, braucht diese
Produktion nicht zu scheuen. Atmosphärisch und dramaturgisch und
auch bei der Besetzung liegt man hier ein deutliches Stück weiter
vorne.
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