Gespensterjäger auf eisiger Spur
nach Cornelia Funke

Hörspiel von Jörgpeter Ahlers
Musik: Bernd Keul
Regie: Hans Helge Ott

NDR 2009

84 Min. (Radiofassung)
80 Min. (CD-Fassung)


 


Erzählerin: Katja Danowski
Tom: Leon Alexander Rathje
Hedwig Kümmelsaft: Katja Brügger
Gespenst Hugo: Ernst H. Hilbich
Lola: Nina Kreß
Toms Mutter: Birte Kretschmer
Toms Oma: Gisela Trowe
Berichterstatter: Holger Postler
Zitatorin Hörbuch: Ingeborg Kallweit
Zitator Hörbuch: Peter Weis
Herr Lieblich: Ma Hopp
Gespenst UEG: Monty Arnold



Als Tom zu Hause verängstigt von einem Gespenst im Keller berichtet, will niemand ihm glauben. Erst die Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft weiß, wie Tom das MUG - das Mittelmäßig Unheimliche Gespenst - vertreiben kann. Aber dabei erfährt Tom, warum das Gespenst im Keller lebt und beschließt, zu helfen. Gemeinsam mit Hedwig kämpft er den gefährlichen Kampf gegen das UEG - das Unglaublich Ekelhafte Gespenst. Das Kellergespenst kann in seine alte Villa zurückkehren, Tom hat jede Menge über den Umgang mit Gespenstern gelernt und kann noch dazu seine nervige große Schwester Lola beeindrucken.


Cornelia Funke wurde 1958 in Dorsten/Westfalen geboren, zog nach dem Abitur nach Hamburg und absolvierte eine Ausbildung als Diplompädagogin. Drei Jahre lang arbeitete sie als Erzieherin auf einem Bauspielplatz und studierte parallel dazu Buchillustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg.
Nach Abschluss des Studiums war Cornelia Funke zunächst ausschließlich als Illustratorin für Kinderbücher tätig - eine Arbeit, die sie dazu anregte, selbst Geschichten für junge Leserinnen und Leser zu schreiben. So wurde sie mit 28 Jahren freischaffende Autorin und Illustratorin.
Ihre freie Zeit verbringt Cornelia Funke am liebsten mit ihrer Familie. Außerdem ist sie ein großer Filmfan, reist gern und liest, so viel sie kann.

Seit Mai 2005 wohnt Cornelia Funke mit ihrer Familie in Los Angeles; zuvor lebte sie am Stadtrand von Hamburg.
2008 erhielt sie den "Roswitha-Preis" der Stadt Bad Gandersheim und den Medienpreis "Bambi", 2009 den Jacob-Grimm-Preis.


Bemerkungen:

Cornelia Funke dürfte den meisten aufgrund der Tintenherz-Trilogie bekannt sein. Daneben hat sie aber noch viele andere Bücher geschrieben u. a. die Reihe um die "wilden Hühner" oder eben die "Gespensterjäger". Der NDR hat sich letzterer nun erstmals angenommen und den ersten Teil der vier Bände, Gespensterjäger auf eisiger Spur, in ein Hörspiel umgesetzt. Die zweiteilige Radiofassung ist - aus technischen Gründen minimal gekürzt - auf CD bei Jumbo erschienen.

Die Geschichte ist einfach, wie genial. Tom hat Angst vor einem Gespenst, das sich aber auch wiederum vor einem anderen fürchtet -  aber schließlich überwinden beide sich und ihre Ängste. Diesen Plot erzählt Funke mit viel Liebe zum Detail und unter Hereinnahme einiger origineller Ideen. Alleine, wie sie die unterschiedlichen Klassen der Gespenster, dem MUG (dem mittelmäßig unheimlichen Gespenst) oder dem UEG (das unheimlich eklige Gespenst) darstellt, sorgt schon für viele Schmunzler. Überhaupt spielt der Humor und die Leichtigkeit eine große Rolle, dazu gibt es aber auch ein unterhaltsames Abenteuer.

Die Inszenierung fällt sehr passend aus. Man gönnt der Umsetzung einen sehr schönen Musikscore aus der Feder von Bernd Keul, der sich ja schon um die Vertonung der "Miesel"-Hörspiele verdient gemacht hat.
Bei den Sprechern hat man mit Leon Alexander Rathje eine tolle Stimme für die Hauptrolle gefunden. Er führt die Liste eines gut agierenden Ensembles aus alten Hasen und jungen Stimmen an. Wichtig sind natürlich die beiden Gespenster, die man auch besonders besetzt: Ernst H. Hilbich und Monty Arnold gruseln hier schaurig schön.


Ein Hörspiel, das ich jungen und jung gebliebenen Hörern nur ans Herz legen kann! Eine tolle Geschichte in einer guten Umsetzung, die verdientermaßen in 2010 auch fortgesetzt werden wird...

Meine Wertung: + + + +
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