| Geständnisse eines Mediums von A. L. Kennedy Übersetzung: Ingo Herzke Regie: Sven Stricker Musik: Jan-Peter Pflug SWR 2010 69 Min. Thomson: Stephan Kampwirth Parker: Florian Lukas Morten: Sebastian Schwab Mills: Christoph Gabenda Mrs. Gordon: Renate Schröter Mr. Gordon: Bodo Primus Miss Blackstone: Tessi Kohls Wilson: Bert Wesselmann Miss Foster: Lena Drieschner u.a. ![]() v.li.n.re.: Parker (Florian Lukas), Regisseur Sven Stricker und Thomson (Stephan Kampwirth), Bild: SWR/Monika Maier London, 1879. Der moderne Spiritismus ist auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Tausende erhoffen sich mittels spirituell empfänglicher Menschen, den Medien, Kontakt zu ihren Verstobenen. Parker, ein Buchhalter, der nach dem Tod seiner Mutter aus der Provinz nach London gekommen ist, um dort die großen Medien seiner Zeit zu erleben, wird von Thomson als Assistent engagiert. Thomson gilt als eines der bedeutendsten Medien Europas. Parker verehrt ihn wie keinen anderen und bleibt an seiner Seite. Sein Meister sagt ihm eine große Zukunft als Medium voraus. Einige Jahre später sitzt Parker auf dem Bahnsteig in Bremen. Er wartet auf den Zug aus Brüssel. Jahre des Herumreisens liegen hinter ihm, in denen er tatsächlich zu einem geschickten Medium geworden ist. Jetzt wartet er auf Thomson, der seine Ersparnisse aus Brüssel holen und mit ihm ein neues Leben beginnen wollte. Ein Leben in Wahrheit, fern spiritistischer Zirkel, so wie Parker es sich gewünscht hat. Doch Parker weiß, dass er vergebens wartet und lässt sich schließlich wegführen. Er ist ein anderer, als er damals in London war. Er erzählt seine Geschichte. A.L. Kennedy, geboren 1965 im schottischen Dundee, gehört zu den meistbeachteten Gegenwartsautorinnen in Großbritannien und gewann mehrere Preise. Sie lebt als Autorin, Filmemacherin und Dramatikerin in Glasgow. Auf Deutsch erschienen vor ihrem letzten Buch „Paradies“ - das auch als Hörspiel von MDR und NDR umgesetzt wurde - zwei Erzählungsbände und die Romane „Gleißendes Glück“, „Alles was du brauchst“ und „Also bin ich froh“. |
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