| Gilgi - Eine von uns von Irmgard Keun Bearbeiter: Corinne Frottier Regie: Barbara Plensat Musik: Lutz Glandien NDR 1997 57 Min. Mit Ina Bleiweiß, Christian Steyer, Nadja Martina Schulz, Kai Schulze, Wolfgang Grönebaum, Gisela Keiner, Winnie Böwe u.v.a. Die Stenotypistin "Gilgi" hat mit ihren 25 Jahren ihr Leben fest im Griff. Sie lernt Sprachen, sie spart Geld, sie wird einmal eine kleine Modeboutique haben und selbständig sein. Unabhängigkeit, das ist Gilgis oberstes Gebot. Alles, was dem im Weg steht, wird ignoriert, und wenn das nicht geht, einfach beiseite geräumt. Gilgi hat die Rechnung ohne das Leben gemacht. Als sie dem Bohemien Martin begegnet, gerät ihre Planung durcheinander. "Gilgi", Irmgard Keuns erster Roman, erschien 1931 und wurde sofort ein Bestseller. Gilgi verkörperte den Wunschtraum vieler kleiner Angestellter, frei, unabhängig und selbstbestimmt zu leben. Doch diese Tonlage passte plötzlich nicht mehr in die Zeit. Das Buch wurde 1935 von der Reichsschrifttumskammer beschlagnahmt und verboten. Irmgard Keuns aussichtsreiche, junge Schriftstellerkarriere wurde so abrupt beendet. Irmgard Keun, wohl am 6. Februar 1905 (nach anderen Quellen 1909 bzw. 1910) in Berlin geboren, wuchs in Köln auf. Nach dem Verbot ihrer Bücher "Gilgi" und "Das kunstseidene Mädchen" ging Keun 1936 ins Exil; 1940 illegale Rückkehr nach Deutschland. Als Schriftstellerin fasste sie im Nachkriegsdeutschland nicht mehr Fuß. Bis zu ihrem Tod im Mai 1982 lebte sie in Köln. |
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