| Glasauge
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Autor: |
Johanna Sinisalo |
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Produktion: |
WDR 2009 |
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Bearbeitung und Regie: |
Annette Berger |
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Länge: |
51 Min. |
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Mitwirkende: |
Anna-Maria
Kuricová, Ulrike Grote, Axel Schreiber, Jule Böwe, Carlo
Ljubek, Natalie Spinell, Peer Augustinski, Markus Scheumann
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Inhalt: |
Die schüchterne Möchtegern-Journalistin Taru kann es kaum
glauben: Sie wird ins Autorenteam der Erfolgs-Soap „Unser
Viertel“ aufgenommen. Und für die neue Figur, die sie in die
Serie schreibt, erntet sie sogar Lob von der unterkühlten
Chefautorin Paula. Alles läuft rund. Bis Taru eine beunruhigende
Entdeckung macht: Was immer der von ihr entworfenen Figur Satu
geschieht, spielt sich kurz darauf auch in ihrem eigenen Leben ab. Wie
Satu macht sich Taru bei ihrem heimlichen Schwarm unmöglich, wie
Satu leidet sie plötzlich unter „stressbedingter“
Akne. Und als Satus nervige Cousine per Unfall aus der Serie
herausgeschrieben werden soll, kann Taru das reale Unglück nur
knapp verhindern. Denn die stressige Cousine ist im wahren Leben
niemand anders als Tarus Schwester.
Wie aber kann eine Soap das Leben bestimmen? Es gibt nur eine, die
hinter diesen mysteriösen Manipulationen stecken kann: Chefautorin
Paula. Taru beschließt, zurückzuschlagen – mit den
Mitteln der Vorabendserie.
Johanna Sinisalo, 1958 im finnischen Lappland geboren, Dramatikerin,
TV-Autorin, Comictexterin und Essayistin. Mit ihrem Roman
„Troll“ landete sie einen Welterfolg und gewann mehrere
Preise, darunter den Finlandia Preis, die renommierteste Auszeichnung
für finnische Literatur. „Troll“ wurde auch als
Hörspiel für den WDR bearbeitet (2005).
„Glasauge“ ist ihr jüngstes Buch.
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Bemerkungen:
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Für bitterböse Geschichten scheint
Skandinavien ein gutes Pflaster zu sein. Wenngleich man hier meist an
reine Krimis denkt, zeigt Johanna Sinisalo, dass es auch mit einer
Spur Phantastik funktionieren kann.
Ihre originelle Geschichte um ein Redaktionsteam einer Fernsehsoap, ist
zwar im Grunde nicht neu, in der hier dargestellten Form aber schon
ungewöhnlich. "Glasauge" ist aufgrund der Parallelität von
Fiktion und Realität richtig unterhaltsam und sorgt aufgrund der
zum Teil sehr drastischen Entwicklungen schon für eine ordentliche
Portion Nervenkitzel.
Die Umsetzung dieser Geschichte verlangt nicht viel. Der Großteil
der Szenen läuft im Büroalltag bzw. auf Afterworkpartys ab,
dazu ein paar wenige eingestreute Actionszenen; alles wurde hier
mit ausreichenden akustischen Kulissen ausgekleidet, sodass sich ein
recht gut vorstellbares Gesamtbild des Hörspiels ergibt.
Auch die Rollen sind mit jungen und unverbrauchten Stimmen sehr gut
besetzt. Nett ist auch der kleine Cameo-Auftritt von Peer Augustinski.
Dieses Hörspiel kratzt ganz gewaltig an der Höchstwertung,
ein richtige gute und spannende Produktion, die ich nur empfehlen kann.
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