| Goldberg kehrt zurück von Benjamin Kuras aus dem Tschechischen von Hubert von Bechtolsheim Regie: Stefanie Lazai SR 2004 54 Min. David Goldberg: Otto Mellies Abigail Goldstein: Kornelia Boje Constable Indra Komrashwani: Liv-Juliane Barine Frank Atkins: Falk Rockstroh Sergeant Priscilla Carter: Conny Wolter Inspector Peddy Lynch: Matthias Brenner David Goldbergs Rente reicht nicht, um auch nur ein halbwegs komfortables Leben im sonnigen Spanien zu führen. Also sieht sich der ehemalige Inspektor von Scotland Yard gezwungen zurückzukehren und einen ziemlich frustrierenden Job bei der Polizei anzunehmen. Dort aber sorgt die Sparpolitik für Chaos. Dann lernt Goldberg Mrs. Goldstein kennen, eine von dem Chaos gebeutelte, gleichwohl tatkräftige und gewiefte pensionierte Anwältin – und es bahnt sich eine in jeder Hinsicht fruchtbare Zusammenarbeit an. Ein turbulent-sarkastischer Goldberg-Krimi. Benjamin Kuras, 1944 in der Tschechoslowakei geboren, arbeitete für Radio Prag. 1968 emigrierte er nach England. Dort war er später als Investitionsberater tätig. Er hat mehrere Goldberg-Hörspiele geschrieben. Bemerkungen: Vorweg: Ich gebe zu, dass Kommissar Goldberg nicht zu meinen Favoriten zählt. Ich höre mir die Folgen an, um sie zu betippen, nicht aus reiner Freude am tollen Hörspiel. Daher ist dies auch erst mein zweiter Goldberg-Einsatz und die Begeisterung hält sich, wie auch nach dem ersten (Freitags Mord), gelinde gesagt, in Grenzen. Formal müsste allerdings gerade dieses Hörspiel mit seinem gesellschaftskritischen Ansatz genau mein Ding sein. Ist es aber nicht. Kuras nutzt hier seine Figur zu einem Rundumschlag über die Situation in England. Es wirkt allerdings mehr mit der groben Kelle ins Skript gepfeffert, als dass man hier von subtiler Ironie sprechen kann. Leider kann man zudem kaum Humor darin erkennen könnte, so dass die Geschichte wie in ein Krimiformat gefüllte Stammtischpolitik wirkt. Wobei "Krimiformat" diesbezüglich auch übertrieben ist, da diese Folie ausschließlich gebraucht wird, um gegen das System zu wettern. Die Inszenierung kann hier auch nicht mehr viel retten, zumal sie ein wenig spröde dem inhaltlichen Gezeter unterworfen ist. Da ändern auch die ordentlichen Sprecherleistungen wenig. Empfehlen kann ich hier bestenfalls nur, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. |
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