| Gold geht an China |
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Autor: |
Dieter Jandt und Ulrich Land |
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Produktion: |
WDR 2008 |
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Regie: |
Christoph Pragua |
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Länge: |
53 Min. |
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Mitwirkende: |
Horst Mendroch, Andreas Grötzinger, Barbara Ratthey, Thomas Balou Martin, Heinz
Simon Keller und Vincent Schirrmacher |
Inhalt: |
Das Hüttenwerk des alten Lung Tsching Thao in Peking wird dicht gemacht. Die
Olympischen Spiele stehen bevor, also muss die Luft sauber werden. Und die
zuständige Funktionärin Jizhou nimmt das Schmiergeld zwar gerne an, lässt das
Werk aber trotzdem schließen. Lung Tsching Thao will sich rächen, immerhin ist
seine Existenz bedroht. Er lässt alte Beziehungen spielen, und so muss Jizhou
bei den olympischen Wettkämpfen im Bogenschießen als Parteikader auf der Tribüne
sitzen - während Lung Tsching Thaos Sohn als aussichtsreicher Kandidat mit Pfeil
und Bogen antritt. Und auch dem besten Schützen kann ja mal ein Missgeschick
passieren -Aber haben die alten Seilschaften nicht vielleicht längst den
Geheimdienst auf den Plan gerufen? Und ist Vaters Hüttenwerk wirklich wichtiger
als Gold für China?
Dieter Jandt, Jahrgang 1954, schreibt Prosa und Lyrik
und ist seit 1996 freier Autor und Journalist für den Hörfunk: Features,
Auslandskorrespondenzen, politische und kulturelle Beiträge, Reisereportagen,
Hörspiele.
Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, schreibt Lyrik, Prosa, Essays
und hat an die 80 Hörspiele und Funkfeatures verfasst. Dozent für "creative
writing" an der Uni Witten/Herdecke. Mehrere Auszeichnungen, u. a. Hörspiel des
Monats.
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Bemerkungen: |
Nach "Tourschlusspanik" im letzten Jahr, widmen sich Dieter Jandt und Ulrich
Land erneut dem Spitzensport und erzählen eine Episode rund um die Olympiade in
China. Der Kriminalfall an sich tritt hierbei etwas in Hintergrund, viel mehr
liegt der Fokus an den Kritikpunkten, die im Allgemeinen an diesen Spielen
angeführt werden: Korruption, staatlicher Druck und Repressalien sind die
Rahmenbedingungen, mit denen die Motive dieses Krimis aufgebaut werden.
Das
wirkt in der Kürze der Zeit leicht klischeehaft, da man hier quasi einen
Rundumschlag in eine Radiostunde packt und damit ein wenig das Stück
überfrachtet.
Wie beim WDR Usus, hat man auch hier für dieses Hörspiel
ein sehr gut agierendes Sprechercast ausgewählt. Highlight ist hier Barbara
Ratthey, die als korrupte Beamtin eine sehr überzeugende Figur macht.
Das
Hörspiel ist allein schon aufgrund des aktuellen Bezuges ein Ohr wert. Es weiß
zu unterhalten, wenngleich die Wirkung des Klischeehaften nicht ganz zu
verleugnen ist.
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