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Hartmann und der Rosenkranzkiller von Norbert Anspann Regie: Irene Schuck hr 2000 43 Min. Mit Christian Redl, Sascha Icks, Wolfgang Höper u.a. Im Fall Brandstetter, dem Supermarkterpresser, der unversehens zum Geiselgangster wurde, ist nichts normal gelaufen, das jedenfalls ist die Meinung von Hartmann, dem ehemaligen Superbullen. Immerhin hat Hartmann bei dieser Aktion seine Frau kennengelernt, Eva, die Kassiererin aus dem Supermarkt, die Brandstetter mit einer Spielzeugpistole bedrohte. Am Ende war Brandstetter tot, und Hartmann ist ins Drogendezernat gewechselt, wegen besserer Aufstiegschancen, und wegen Eva, denn die hat hohe Ansprüche... Dann passierte diese dumme Sache mit den Pakistani, keine Dealer, sondern Rosenverkäufer, und was als Hartmanns Rehabilitierung gedacht war, führte zu seiner Suspendierung. Aber Hartmann wäre nicht Hartmann, wenn ihn das abhalten würde, und so ermittelt er weiter, auf eigene Faust, und zwar im Fall des verrückten Rosenkranzkillers. Eva ist inzwischen erstmal zu einer Freundin gezogen. Als er in einer schäbigen Hotelbar auf einen Informanten wartet, betritt Maria die Szene, Maria Schiller, sie hat Hartmann, den ehemaligen Superbullen, erkannt, schließlich ging die Sache damals durch alle Gazetten... Norbert Anspann, geboren 1970 in Regensburg, Studium der Theaterwissenschaften in Erlangen, anschließend Film-/Drehbuch-Studium in Hamburg, lebt seit 1999 als freier Autor und Lektor in Berlin. Bemerkungen: Mit "Hartmann und der Rosenkranzkiller" erzählt man einen sehr interessanten und sehr verwickelten Fall. Die Geschichte bringt viele Wendungen mit sich, und man wird von einer falschen Fährte auf die andere gelockt. Anspann versteht es gut, beim Hörer den Eindruck zu erwecken, dass er einen vermeintlich versteckten Hinweis erkannt habe und nun wisse, wie der Hase läuft. So gelingt es, die Spielzeit spannend zu gestalten und den Hörer immer wieder zu überraschen. Leider fehlt dem Ende ein wenig der Knalleffekt, allerdings ist es auch schwierig, hier nochmal eine Pointe aufzusetzen. Der Fall ist recht statisch und spielt sich fast ausschließlich in Gesprächen in einer Hotelbar ab. In diesen werden vergangene Ereignisse erzählt, gleichzeitig ist es Bühne für den anstehenden Showdown. Insofern wirkt das Stück nich über Gebühr lebendig, sondern kommt eher als bequemer Krimi daher. Ein hörenswerter Kriminalfall, originell erzählt und mit einigen interessanten Wendungen gespickt - gute Unterhaltung! Meine Wertung: + + + |
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