| Hedda Gabler von Henrik Ibsen aus dem Norwegischen von Peter Zadek und Gottfried Greiffenhagen Bearbeitung und Regie: Klaus Gmeiner ORF / SFB / SWR 1990 90 Min. Hedda Gabler: Sabine Sinjen Jørgen Tesman: Walter Schmidinger Juliane Tesman: Susi Nicoletti Frau Elvsted: Birgit Doll Gerichtsrat Brack: Karl Walter Diess Eilert Løvborg: Michael Heltau Berte: Ilse Hanel Das Spiel aus Langeweile, der Selbstgenuss und die Lüge machen Hedda Gabler zur alles vernichtenden Frau: Sie betrügt ihren Mann mit ihrem ehemaligen Geliebten, den Geliebten wiederum will sie um dessen Arbeit, ein kulturgeschichtliches Werk, betrügen. Sie treibt ihn in den Selbstmord, nicht aber ohne ihm einen „Tod in Schönheit“ zu befehlen. Schließlich erschießt sie sich selbst, um der Unfreiheit zu entrinnen, in die sie durch einen Erpresser geraten ist. So wird sie zum Sinnbild einer Frauengestalt, die sich auflehnt gegen Konventionen und gesellschaftlich sanktionierte Begrenzungen, die nicht lebbar sind. Henrik Ibsen (1828-1906) versuchte nach seiner Apothekerlehre vergeblich, das Abitur nachzuholen, bekam aber eine Stellung als Dramaturg und Regisseur an der Nationalbühne in Bergen (bis 1857). Nach enttäuschenden Erfahrungen in Oslo verließ er Norwegen und lebte in Italien und Deutschland, bis er 1891, inzwischen zu europäischem Weltruhm gelangt, nach Christiana zurückkehrte. |
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