| Heiliges
Land von Mohamed Kacimi a.d. Französischen von Barbara Engelhardt Musik: Michael Kiedaisch Regie: Christiane Ohaus Ton: Rolf Knapp u. Anke Schlipf SR 2008 70 Min. Mit: Linda Olsansky, Donata Höffer, Wolfgang Kraßnitzer, Jona Mues und Tonio Arango Eine Stadt im Belagerungszustand, angesiedelt im arabischen Raum. Während ringsum die Granaten einschlagen, flüchtet sich Vater Yad, der jahrelang in Beirut gekämpft hat, in Zynismus und Arrak. Seine Frau Alia, Hebamme, wünscht sich neue Strümpfe von ihm und ihr gemeinsamer Sohn Amin mutiert zum Gotteskrieger. Imen, die Nachbarin, muss sich der Verhöre des Soldaten Ian erwehren. Sie hat nur noch ihren Kater Jesus, denn ihre Mutter ist verschollen und ihr Vater und Freund sitzen im Gefängnis. Es bleibt offen, auf welchen kriegerischen Konflikt sich Mohamed Kacimi konkret bezieht. Viel wichtiger ist: Sein bitter-komisches Stück erzählt die Geschichte der Opfer und Täter, ohne moralisch zu werden. Mohamed Kacimi, 1955 in Algerien, als Sohn einer Familie von Theologen geboren. Nach einem Literaturstudium in Algier lässt er sich in Paris nieder, sein erster Roman „Le Mouchoir“ (1987) erscheint. Lange Aufenthalte im Jemen, worüber er auch journalistisch berichtet. Mitte der 90er Jahre wendet er sich dem Theater zu und feiert internationale Erfolge, für „1962“, „Babel Taxi“, „La Confession d’Abraham“ u.a. sowie seine Adaptionen erhält er Preise und Stipendien. „Heiliges Land“/“Terre sainte“ (2005) wurde mit dem „prix spécial du jury de littérature dramatique“ des französischen Kultusministeriums ausgezeichnet. |
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