Hinter tausend Stäben meine Welt
  Autor: Mirijam Günter und Boris Heinrich
  Produktion: WDR 2008
  Regie: Boris Heinrich
 

Mitwirkende:

Jugendliche der JVAen Wuppertal, Herford, Siegburg und Köln-Ossendorf

Inhalt:

Wuppertal, Herford, Siegburg, Köln-Ossendorf – für manche Jugendliche ist das die vertraute Landkarte von NRW, auch wenn sie die Städte selbst kaum kennen. Sie leben dort teilweise zum wiederholten Male in einer Jugendvollzugsanstalt. Ein Leben, das nach eigenen Regeln funktioniert. Eine Schreibwerkstatt ist da eine willkommene Abwechslung, um mal wieder aus der Zelle zu kommen. Die Kölner Autorin Mirijam Günter lässt jugendliche Strafgefangene Texte schreiben, um sie aus ihrer Isolation zu holen. Lyrik und Prosa als Mittel der Selbstreflexion, als Nachdenken über sich und das eigene Leben, das ist für viele junge Straftäter so abwegig, dass sie es sich sogar erlauben, ihre eigene Verletzlichkeit zu zeigen. Und ganz nebenbei gewähren sie dabei einen Einblick in das Leben im Knast.

Im Sinne des Musikprojektes „Songs for Joy“, bei dem Laien ihre eigenen Texte als professionell komponierte Songs vorsingen können, hat der Hamburger Musiker Carsten „Erobique“ Meyer, unterstützt von „Lee Buddha“, die Lyrics aus der JVA vertont.

Das Feature wurde im Rahmen der „WDR Hörwelten“ am 26. Septem¬ber 2008 live im WDR Funkhaus uraufgeführt.

Mirijam Günter, Jahrgang 1972, ist in Köln aufgewachsen. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr hat sie bereits in sieben verschiedenen Heimen gelebt und etliche Schulen besucht. Ihr Debütroman „Heim“ wurde mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2003 ausgezeichnet.
Boris Heinrich, geboren 1969 in Köln, studierte Architektur und Philosophie und arbeitet als Hörfunk- und Fernsehautor.




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