Houzbei-Housi & Nasepöögen-Änni

von Markus Michel und Fritz Zaugg

Musik: Hans Hassler
Regie: Fritz Zaugg
DRS 2000 / 2010
51 Min.





Mit Stephanie Glaser & Ueli Jäggi


Houzbei-Housi und Nasepööggen-Änni, zwei Figuren mit Bodenhaftung, ländlich, in kleiner Welt lebend, treffen sich immer mal wieder zu einem Schwatz über Gott und die Welt. Dabei blenden die beiden sogenannt einfachen Gemüter zentrale, philosophische Fragen des Lebens und der menschlichen Existenz keineswegs aus. Im Gegenteil: Mit Streitlust und abgrundtiefer Komik debattieren die beiden über Gott und den Teufel, über Atheismus und ewiges Leben, über Computer- und Hundefriedhöfe, über das Bestattungswesen - und auch mal über Albert Anker. Houzbei-Housi und Nasepööggen-Änni, das sind zwei skurrile Miststock-Philosophen, die manchmal Dinge sagen, die man sonst nur von grossen Geistern zu hören bekommt.


Bemerkungen:

Dieses Hörspiel mit den beiden - zumindest für nördlich des Bodensees Aufgewachsene - nahezu unausprechlichen Figuren Houzbei-Housi und Nasepöögen-Änni besteht aus sehr unterhaltsamen Dialogen zwischen zwei sehr bodenständigen, aber auch skurillen Figuren, die über Gott und die Welt philosphieren und trotz des vermeintlich überschaubaren Horizonts vor große Fragen nicht zurückschrecken - Sehr zur Freude des Hörers, der hier eine knappe Radiostunde kurzweiliger Dialoge genießen darf.

Man sollte allerdings hier die schweizer Mundart nicht unterschätzen, gerade wenn die Wellen der Emotion hochschlagen, muss man sich schon ein wenig anstrengen, um am Ball zu bleiben.

Zu hören bekommt man zwei Schauspieler, die im Schweizer Hörspiel keine seltenen Gäste sind: Stefanie Glaser und Ueli Jäggi. Erstere hört man leider nur in DRS-Produktionen, Ueli Jäggi ist auch gerne mal Gast beim SWR, wo er insbesondere als Profiler des Radiotatortes des Senders, Xaver Finkbeiner, dem deutschen Publikum vermutlich am ehesten ein Begriff ist. Beide verstehen es sehr gut, die beiden Rollen mit Leben zu füllen.

Umrahmt wird das Ganze von einer - im positivsten Wortsinne - bodenständigen Musik- und Geräuschuntermalung, die die Geschichte in eine gute Kulisse fasst und so für ein rundes Bild sorgt.


Unterhaltsam, vergnüglich - allerdings auch außerhalb der Schweiz sprachlich eher anspruchsvoll - insgesamt aber kann man Houzbei-Housi und Nasepöögen-Änni gerne mal ein Ohr leihen.

Meine Wertung: + +
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