Ich bin ein Löwe und meine Eltern sind Eichen und Steine
 
Von Hubert Fichte 
Regie: Hans Gerd Krogmann
NDR 1986
65 Min.


Der Löwe: Michael Thomas
Der Herr aus Basel: Siegfried Kernen
Der Zauberer von Abomey: Sonja Karzau
Daniel Casper von Lohensein: Franz-Josef Steffens
sowie Felix von Manteuffel, Peter Lieck und Karl-Otto Tjaben-Cuehn


"Wohin verzieht sich der Mythos auf der Flucht vor dem Logos? Natürlich nach Afrika, wenn man Fichte glaubt. Urtümliche Flöten und Tierstimmen locken zum mystischen Refugium des Zaubermarktes von Bé bei Lomé in Togo. Doch selbst dort am Rande der Zivilisation werden die Eingeweihten von den Besserwissern eingeholt, wird der Zauberlöwe, der sich lustvoll früherer Metamorphosen rühmt, von einem aufgeklärten "Herrn aus Basel", einem Dokumentarfilmer, aufgespürt und zur Rede gestellt." (Eva-Maria Lenz in epd, 29.11.1986) In kaum einem anderen Hörspiel geht das ethnologische Interesse Fichtes eine so spielerische Verbindung mit der Poesie ein. Der Beobachter wird zum Wal, zum Affen, zum Löwen auf dem Zaubermarkt von Bé in Togo. Mimesis oder doch Zauberei? "Wir zerreißen mit den Nägeln, den Krallen. Ich teile, was ich gefangen habe. Ich lasse meine Jungen, meine Freunde, mein Weibchen von der Leber fressen. Seit unsere Familie nicht mehr vegetarisch lebt werden wir geselliger." Das Stück zählt zu den letzten Rundfunkarbeiten des Autors.


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