| Ilsabell Ein Märchen unter freier Verwendung eines Grimm'schen Märchenmotivs von Gerhardt Gröschke Regie: Rüdiger Zeige Bearbeiter: Gerhardt Gröschke Komponist: Joachim Schmeißer Rundfunk der DDR 1983 45 Min. Angelika Ritter - Ilse Bernd Storch - Nils Gabriele Zion - Ilsabell Gunter Schoß - Meerkönig Nils, der Fischer, liebt das Meer, aber er fängt keine Fische und gerät mit seiner jungen Frau Ilse in bedrängende Not. Ihr Wunsch ist es, dorthin zu ziehen, wo Menschen leben, wo sie - fleißig und geschickt, wie sie ist - für beide sorgen will. Nils wehrt sich dagegen. Eines Tages hat er die Tochter des Meerkönigs in seinem Netz. Er verliebt sich in die schöne Ilsabell und lässt sie wieder frei. Aber er träumt nur noch von ihr. Deshalb folgt er ihr ins Unterwasserreich. Vom Meerkönig erbittet er für seine Frau Ilse Reichtum und Glück, damit sie ihn vergessen kann. Doch Nils Träume erfüllen sich auch im Unterwasserreich nicht und Ilse beschwört großes Unheil herauf. Wird der Meerkönig den beiden helfen? Bemerkungen: Das berühmte Märchen vom "Fischer und siener Fruu" hat Gerhardt Götschke zur Grundlage für dieses Hörspiel genommen. Das Stück beginnt mit dem erfolglosen Fischer Nils und seiner Frau Ilse, die ob der Armut verzweifelt. Beide müssen hier ihre Lektion lernen, bevor sie ins Happy End entlassen werden können. Obwohl es sich beim Format anböte, gibt es hier keinen Erzähler, die Geschichte wird von den vier handelnden Figuren getragen. Dabei besetzt man hier die Rollen mit sehr jung klingenden Schauspielern, was sich angenehm von sonst üblichen Klischee der Umsetzungen abhebt. Die Erzählweise funktioniert bedingt. Sie transportiert die Geschichte zwar gut, man muss aber auch viel in längeren Dialogen abbilden, was man im Erzähltext hätte kürzer fassen können. Das drückt ein wenig auf das Tempo, so dass der Unterhaltungswert zwischendurch schon mal etwas lahmt. Dennoch darf man "Ilsabell" gerne einschalten, da es sich doch bei Inhalt und Darstellung angenehm vom üblichen Märchenstandard ein wenig abhebt. Meine Wertung: + + + |
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