| In freiem Fall Von Gianrico Carofiglio Aus dem Italienischen von Claudia Schmitt Bearbeitung und Regie Uwe Schareck WDR 2009 54 Min. Guido Guerrieri: Felix Goeser Margherita: Sascha Soydan Claudia: Jele Brückner Tancredi: Volker Niederfahrenhorst Alessandra Mantovani: Lena Stolze Dellissanti: Jens Wawrczeck Caldarola: Horst Mendroch Martina: Claude De Demo Scianatico: Oscar Ortega Sánchez Maria-Teresa: Saskia Holz Carabiniere Cassano: Steffen Laube Angela: Céline Vogt Gerichtsdiener / Carabiniere Loiacono: Bruno Tendera Niemand will in Bari Martina Fumai helfen, ihren gewalttätigen Exfreund vor Gericht zu bringen. Denn er ist der Sohn eines gefürchteten Richters. Anwalt Guido Guerrieri weiß, dass dies das Ende seiner Karriere bedeuten kann. Und dennoch nimmt er sich des scheinbar aussichtslosen Falles an. Nicht zuletzt deshalb, weil er von der jungen Frau, die ihn in Martinas Namen um Hilfe bittet, beeindruckt ist. In Jeans und schwarzer Lederjacke stellt sie sich als „Schwester Claudia“ vor. Und von nun an begleitet die jedem Klischee widersprechende Nonne den Anwalt Guerrieri bei seinen Ermittlungen. Gianrico Carofiglio, geboren 1961 in Bari, arbeitete jahrelang als Richter und Antimafia-Staatsanwalt in seiner Heimatstadt. In drei seiner vier Romane steht Guido Guerrieri im Mittelpunkt, ein als Strafverteidiger tätiger Rechtsanwalt. Für seine Krimis erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen. Bei den politischen Wahlen im April 2008 kam Carofiglio für den Partito Democratico in den Senat. Bemerkungen: Mit "In freiem Fall" erzählt Autor Gianrico Carofiglio einen recht typischen Gerichtsthriller. Auch wenn die Geschichte sehr spannend und aufgrund des Motivhintergrundes auch bewegend ist, befinden sich die dargestellten Elemente allerdings auf zu eingefahrenen Gleisen, um hier tatsächlich für Überraschungsmomente zu sorgen. Einzig der abrupte Wechsel von der Gerichtstagung in die Geiselnahme kann diesbezüglich punkten, allerdings wundert man sich hier mehr darüber, dass dieser erste kleine Riss im sicher geglaubten Prozessverlauf, diese Aktion nach sich ziehen könnte. Die Story ist ordentlich umgesetzt worden. Die Inszenierung bleibt vielleicht nur ein bisschen zu blass. Sie ist recht zeitlos und auch nur durch Namen und Orte im Raum eingeschränkt, was allerdings ein wenig zu Lasten des Flairs geht. Allerdings stimmt das Tempo, in dem hier erzählt wird. Auch wenn diese Produktion ein wenig die "eigene Seele" vermissen lässt, reicht es aber immer noch für einen guten und spannenden Thriller. Meine Wertung: + + + |
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