| Großer-Tiger und Christian (In geheimer Mission durch die Wüste Gobi) |
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Autor: |
Fritz Mühlenweg |
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Produktion: |
SWR 2008 |
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Regie: |
Eberhard Klasse |
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Bearbeitung: |
Eberhard Klasse |
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Musik: |
Klaus Burger und Matthias Schneider-Hollek |
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Länge: |
164 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Christian Brückner
Christian (Kompass-Berg): Alfons Rau
Großer
Tiger: Timur Khalid Bokari
Glück: Gottfried Breitfuß
Grünmantel:
Hans-Peter Hallwachs
General: Matthias Ponnier
Hauptmann: Frank
Stöckle
1. Soldat, Ungemach: Michael Tregor
2. Soldat, Schlagenfrühling:
Tobias Lelle
3. Soldat: Andreas Schlager
4. Soldat: Marius Marx
5.
Soldat: Bernd Gnann
6. Soldat: Sebastian Nakajew
Schneevogel: Pauline
Heim
Wirt: Michael Habeck
Lo-Tjang: Sophie Lochmann
Hagelkorn: Ernst
Konarek
Bator: Peter Sikorski
Lama: Hans Diehl
Mondschein: Achim
Hall
Siebenstern: Stefanie Kämmer
Naidang: Axel Gottschick
Mateh:
Betold Toetzke
Seidenlampe: Lilo von Plüskow
Dampignak: Jürg
Löw
Kao-Scheng: Walter Renneisen
Wui-Hung-Weng: Hubertus Gertzen
Yang:
Wolfgang Höper
sowie
Helga Grimme, Rudolf Guckelsberger, Andrea
Hörnke-Trieß, Barbara Stoll, Andrea Szerda, Emma Thiel
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Inhalt: |
Kompass-Berg (Christian) ist als deutscher Junge in China aufgewachsen und gerät
in einen Bürgerkrieg. Er und sein Freund Großer-Tiger werden beim Drachensteigen
von Soldaten in einen Zug verfrachtet und an einem fremden Ort ausgesetzt. Als
Gefangene müssen sie eine lange Reise durch die Mongolei antreten, erst mit
einem LKW, dann auf Pferden und Kamelen. Die Kinder haben als unverdächtige
Kuriere einen wichtigen Geheimauftrag, von dem niemand wissen darf, schon gar
nicht ihre Reisebegleiter: Grünmantel, ein betrügerischer Kaufmann, ist ein
durch und durch schlechter Mensch, aber auch ihr Reiseführer, der Soldat Glück,
hat eine dunkle Vergangenheit. Unterwegs begegnen sie Nomaden und Wegelagerern -
viele gefährliche Situationen können sie nur durch Klugheit und Witz meistern.
Fritz Mühlenweg
(1898-1961), aufgewachsen in Konstanz, geriet
gegen Ende des Ersten Weltkriegs in französische Kriegsgefangenschaft; war
danach mehrere Jahre als Drogist tätig, bevor er als Angestellter der neu
gegründeten "Luft Hansa" an der Mongolei-Expedition Sven Hedins teilnahm.
Zwischen 1927 und 1932 verbrachte Mühlenweg auf Forschungsreisen viele Monate in
der Wüste Gobi. Danach studierte er Malerei in Wien, heiratete die
österreichische Malerin Elisabeth Kopriva und lebte mit ihr und schließlich
sieben gemeinsamen Kindern als Maler und Schriftsteller in Allensbach am
Bodensee. |
Bemerkungen: |
Die Vorlage zu diesem Hörspiel ist Fritz Mühlenwegs größter Bucherfolg. Für das
Werk, das heute hauptsächlich unter dem Titel "Großer Tiger und Christian"
bekannt ist, erhielt er auch 1955 den Friedrich-Gerstäcker-Preis der Stadt
Braunschweig.
Die Geschichte ist grundsätzlich eine typische
Abenteuererzählung, so wie es sie in den fünfziger Jahren für Jungendliche
mehrfach gab. Allerdings hat sie, im Gegensatz zum Gros der Konkurrenz,
Besonderheiten. Zum einen ist der Stil sehr auf den Inhalt zugeschnitten, zum
anderen wird die uns fremde Kultur sehr fundiert nahegebracht.
Mühlenweg
ließ viel der Erfahrungen über das Land und die Menschen, die er während seiner
langjährigen Reisen machen durfte, in das Buch einfließen.
All das führt
dazu, dass trotz fiktivem Inhalt die Figuren sehr glaubwürdig bleiben. Grade die
asiatischen Charaktere sind - ohne dabei zu klischeehaft zu wirken - sehr
gelungen.
All das bleibt auch in der Hörspielumsetzung erhalten.
Wenngleich man dies hier nicht konsequent bei allen Figuren beibehält. Sehr
auffallend ist das bei "Großer Tiger", der den am deutlichsten asiatisch
gefärbten Charakter innehat.
Insgesamt ist die Besetzung durch die Bank
erstklassig. Insbesondere Christian Brückner als Erzähler und Hans-Peter
Hallwachs als Herr Grünmantel sorgen für die deutlichsten Akzente.
Die
Geschichte wird auch im Hörspiel gut erzählt. Neben dem großen Handlungsrahmen
gibt es immer wieder kleinere Episoden, die den Hörer immer wieder mit neuen
interessanten Geschichten versorgen und das Hörspiel insgesamt sehr unterhaltsam
machen.
Die Umsetzung ist gelungen, Musik und Geräusche lassen die Kulisse
der Vorlage sehr lebendig und glaubhaft wirken.
Ein schönes, großes
Abenteuerhörspiel, das aufgrund der gelungenen Umsetzung eine Empfehlung wert
ist. |
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