| In meinem Wohlbefinden das Wohlbefinden aller, ich sage es ohne Selbstgefälligkeit von Eddy Pallaro a.d. Französischen von Andrea Spingler Regie: Daniela Kletzke SR 2009 ca. 60 Min. Mit Florian von Manteuffel, Donata Höffer, Pierre Sanoussi-Bliss, Rosemarie Fendel, Klaus Herm u. a. Eine ganz normale Familie: Christine, um die 50, geschieden, leitet mit Leib und Seele ihren Catering-Service. Kochen kann sie nicht, aber sehr gut darüber philosophieren. Sohn Jean lebt noch zu Hause, schreibt Gedichte und will Filmschauspieler werden – Christine hält das für eine Schnapsidee. Paul, Jeans Vater, kämpft nach der Scheidung und dem Verlust seines Jobs gegen innere Dämonen. Christines Vater Pierre ist in Rente, seitdem sind er und seine Frau Jeanne auf der Flucht vor sich selbst, zurzeit gerade an den Niagara-Fällen. Eltern und Kinder benutzen dieselben Wörter, haben dieselben Probleme und Ansprüche, leiden unter Einsamkeit, Lieblosigkeit, Nützlichkeitsdenken – aber sie verstehen sich trotzdem nicht. Eddy Pallaro hat sein Stück geradezu elegant konstruiert: In verschiedenen Gesprächs-Konstellationen entblößen die Figuren ihre inneren Nöte und Widersprüche – mit tödlicher Konsequenz. Eddy Pallaro, geboren 1971 in Cognac. Schauspiel-Ausbildung in Nancy. Lyriker und seit 2003 auch Dramatiker, außerdem Mitbegründer der Kompanie „Trois-Six-Trente“ (Marionettentheater für Erwachsene).Pallaro schrieb bisher sechs Stücke und ein Opernlibretto, u.a. für die Comédie de Reims. Auf Deutsch liegt bisher nur „In meinem Wohlbefinden…“ vor, das im Auftrag des SR übersetzt wurde. |
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