| Italienische Nacht von Ödön von Horváth Regie: Wolfgang Brunecker Komponist: Rolf Zimmermann Rundfunk der DDR 1969 69 Min. Erzähler: Norbert Christian Stadtrat Ammetsberger: Martin Flörchinger Kantz: Achim Petry Engelbert: Kurt Müller-Reitzner Betz: Peter Sturm Wirt: Gerd Ehlers Karl: Otto Stark Martin: Wolfgang Ostberg ein Kamerad aus Magdeburg: Rudolf Ulrich ein Faschist: Wolfgang Lohse ein Leutnant: Thomas Weisgerber ein Major: Robert Trösch Adele: Carola Braunbock Anna: Katja Paryla Leni: Margarete Taudte sowie Marianne Wünscher, Hans-Joachim Gruner, Eckart Galonsga, Kurt Kachlicki, Peter Groeger, Erika Grajena, Anny Stöger Das Stück, das Alfred Kerr bei der Uraufführung "den besten Zeitpass dieser Läufte" nannte, entwuchs Ödön von Horvaths eigener Erfahrung. Die Saalschlacht von Murnau, in die er verwickelt worden war, lieferte seinem Volksstück freilich nur das Handlungsskelett, die Stimmung war im Entstehungsjahr 1930 in ganz Deutschland mit Händen zu greifen. Den linksliberalen Demokraten Horvath musste es bekümmern, die Demokratie in solchem Maße auf dem Rückzug zu sehen, wie sie es in diesem Jahr war. Diese Entwicklung spiegelt sich in seinem Volksstück, dessen wichtigste Szenen im Wirtshaus des Josef Lehninger spielen, dem Stammlokal des Republikanischen Schutzverbandes in einer süddeutschen Kleinstadt. Ödön von Horváth, geboren am 9. Dezember 1901 in Fiume (Rijeka), begann 1920 zu schreiben. Sein erfolgreichstes Bühnenstück, Geschichten aus dem Wiener Wald, wurde 1931 uraufgeführt. Im Anschluss reiste er nach Paris, wo er 1938 auf der Champs-Élysées von einem Ast erschlagen wurde. |
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