| Jules Verne: Eine Insel will ich haben Kinderhörspiel von Fritz Rudolf Fries Komposition: Reiner Bredemeyer Regie: Horst Liepach Rundfunk der DDR 1989 40 Min. Mit: Florian Beyer, Kristof Mathias Lau, Anja Pieper, Ingo Dittberner, Thomas Gumpert, Ruth Reinecke u. a. Noch heute weltbekannt und viel gelesen: Jules Verne, Begründer des Science-Fiction-Romans. 1828 wurde er in der Hafenstadt Nantes geboren. Schon als Kind trieben ihn Fernweh und Abenteuerlust. Mit elf Jahren versuchte er sogar heimlich als Schiffsjunge anzuheuern. Die Kindheit des Autors bekommt in diesem Hörspiel selbst fantastische Züge: Der kleine Jules liebt zwar die Schule und kann alle Kontinente, Länder und Hauptstädte aufzählen, aber eigentlich wünscht er sich nichts sehnlicher, als zur See zu fahren, als Meeresforscher. Da bietet sich plötzlich die Gelegenheit: Sein Freund Paul, Sohn des berühmten Kapitän Nemo, hat keine Lust auf dem Schiff seines Vaters mitzufahren. Die beiden Jungen tauschen die Kleider und Jules schreibt seinen Eltern einen Abschiedsbrief. Doch der stößt auf wenigVerständnis. Vater Verne will den Sohn in seine Fußstapfen treten sehen: Die Welt ist doch bis in den kleinsten Winkel entdeckt, was soll man da als Meeresforscher? Anwälte braucht die Welt! Das Stück reflektiert die Stimmung in der DDR im Jahr des Mauerfalls, wo es im Juni 1989 urgesendet wurde. Fritz Rudolf Fries geboren 1935 in Bilbao, lebt als freier Autor bei Berlin. Er studierte in Leipzig Anglistik und Romanistik und war 1960 bis 1966 Assistent an der Akademie der Wissenschaften Berlin. Sein erster Roman »Der Weg nach Oobliadooh«, der in der DDR keine Druckgenehmigung erhielt, erschien 1966 in der Bundesrepublik. Seine Hörspielfassung des Romans, »Frauentags Ende oder Die Reise nach Ubliaduh«, bekam 1996 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Er schrieb zahlreiche Romane, Hörspiele, essayistische Prosa und Gedichte und übersetzte aus dem Spanischen und Lateinamerikanischen. |
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