Keller auf der Couch

von Lawrence Block
Übersetzung aus dem Amerikanischen, Bearbeitung und Regie: Alfred Behrens
WDR 2002
47 Min.


Keller: Ronald Marx
Breen: Rüdiger Vogler
Donna: Nina Hoger
Dot: Dorothea Gädeke
Louis: Matthias Gall
Isaacson: Volker Niederfahrenhorst
Bibliothekar: Hans Bayer
Ms. Been: Angelika Bartsch
Doorman: Errol Trotman-Harewood
Junge Frau: Nadja Martina Schulz
Erzähler: Matthias Scherwenikas
Prolog: Jeffrey R. Zach
 

John Paul Keller, ein typischer New Yorker Single, ist Auftragskiller. Seine Aufträge erledigt er professionell, es kostet ihn jeweils nur ein paar Stunden Zeit, Konzentration und Kaltblütigkeit. Mehr aus Neugierde als aus therapeutischen Gründen sucht er zwei Mal pro Woche den Psychoanalytiker Jerrold Breen auf. Keller täuscht Breen eine andere Identität vor und findet Gefallen an dem Balanceakt zwischen seinem Verlangen sich mitzuteilen und der Notwendigkeit, über seine Lebensumstände zu schweigen. Doch die Gespräche nehmen einen eigenartigen Verlauf: Breen streut Details seiner Biografie, seiner gescheiterten Ehe. Keller sucht daraufhin die Exfrau des Analytikers auf.

Lawrence Block, geboren 1938 in Buffalo, lebt in New York. Er ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Kriminalromane, u. a. „Endstation Friedhof“ oder „Tanz im Schlachthof“. Die Erzählung „Keller’s Therapy“ ist in den USA in einem Geschichtenband unter dem Titel „Hit Man“ erschienen.


Bemerkungen:

Eine sehr interessante und originelle Geschichte um den Krieg zweier Psychiater hat sich Lawrence Block hier erdacht. Leider kann die Umsetzung diese Idee nicht wirklich adäquat darstellen. Zu nüchtern, zu spröde ist das Spiel zwischen Rüdiger Vogler und Ronald Marx hier, dass man hier trotz der überschaubaren Spielzeit doch auch oft gelangweilt wird. Auch die restlichen Sprecher müssen sich hier in zu steifen Dialogen ergeben. Hier hätte Alfred Behrens deutlich mehr Leben in Skript und Inszenierung hauchen dürfen.

Insofern: Eine gute Idee in bescheidener Form.

Meine Wertung: + / -
Zur Startseite