von: Paul Divjak
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| Regie: Alice Elstner |
ORF 2009
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Mit Rupert Henning als Kinsky
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Der Mann mit dem klingenden Namen hat tatsächlich alles
erlebt. Er war Broker in New York und mit Anfang zwanzig bereits Millionär. Er
schlief wenig, er hielt sich mit Drogen fit, verschliss Frauen wie Kunden und
stürzte, wie könnte es anders sein, ab. Die Welt sieht der junge Mann mit
aristokratischem Familienhintergrund als Kampfzone. Nur die Besten, die
Härtesten und die Raffiniertesten überleben, setzen sich durch. Nach dem Kollaps
der Börsen macht er dunkle Geschäfte mit Geheimdiensten, verschiebt Waffen und
liefert schließlich Spielautomaten nach Serbien.
Paul Divjak, 1970
geborener Autor, Musiker und bildender Künstler, lässt Kinsky in seinem auch als
Roman erschienenen Text in lang gezogenen Schleifen monologisieren. "Ich erzähle
dir von dem, was mich beschäftigt", sagt Kinsky. "Und: Ich spreche von Dingen,
die ich nicht mehr tun möchte. Ich rede zum Beispiel gerne übers Broken. Ich
würde es nicht mehr machen. Aber: Ich hab das Feuer noch. Die Kraft. Die ist
noch da. Ich könnte alles noch einmal machen. Mit genau derselben Energie. Mit
genau demselben Erfolg …".
Kinsky, fragil und brüchig dargestellt von
Rupert Henning, ist die Mensch gewordene Inkarnation des Raubtierkapitalismus.
Er hat nichts gegen das System, er kennt kein besseres. Doch manchmal, wenn er
stundenlang im Auto sitzt, um jemanden zu observieren, hat er doch das Gefühl,
dass irgendwas in seinem Leben fehlt. |
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