König Artus und die Ritter der Tafelrunde
von Karlheinz Koinegg

Musik: Rainer Quade
Regie: Angeli Backhausen
WDR 2005
230 Min.




Eremit: Viktor Weiss
Erzähler / Sir Bedivere: Michael Habeck
Erzbischof Dubricius: Reinhard Schulat
Madamme Florette: Biggi Wanninger
Sir Gawain: Matthias Koeberlin
Lady Guniver: Anna Thalbach
Karrenzwerg: Hanns-Jörg Krumpholz
Knappe 1: Benjamin Steinhoff
Knappe 2: Alexis Schvartzman
König Artus: Konstantin Graudus
Kranker Ritter: Claus-Dieter Clausnitzer
Lady Bercilac: Anja Niederfahrenhorst
Leodegrance: Horst Mendroch
Merlin als Knabe / Blinder Sänger: Davide Brizzi
Merlin: Gottfried John
Morgan Le Fay: Gunda Aurich
Parusias: Ernst August Schepmann
Sir Bercilac, der Grüne Ritter: Christian Redl
Sir Dagonet: Alexander Hauff
Sir Ector: Bernt Hahn
Sir Kay: Peter Nottmeier
Sir La Cote Male Taile: Simon Roden
Sir Lancelot: Roman Knizka
Sir Mordred: Jens Wawrczeck
Sir Pellinore: Ralf Dittrich
Uther Pendragon: Martin Reinke
Wäscherin: Sigrid Burkholder
Matthias Leja, Pater Burbach, Gerion Nußbaum, Studenten der Arturo Schauspielschule, Ingrid Leßman, Patritia Weißel


"Seid mir gegrüßt, ihr Damen und ihr Herren! Ich bringe euch Geschichten aus längst vergangener Zeit! Von König Artus Tafelrunde will ich euch berichten! Von nebelgrünen Wäldern, schwarzer Kunst und wie sich Gut und Böse streiten um des Menschen Herz! Lasst mich von Zauberern erzählen, edlen Rittern - und dem größten König, den die Welt je sah ..."

So beginnt unsere Geschichte. Und wer mehr von Grünen Rittern hören will, von Weißen Damen und geheimnisvollen Seen, wer von Abenteuerbestien hören möchte, von Narren, Zwergen und dem Heiligen Gral ... der soll still sein und die Ohren spitzen. Denn wir sind in Camelot! Und König Artus, Königin Guniver, der Zauberer Merlin, Lancelot, Gawain und Mordred schreiten bereits in den hohen Saal, wo die Tafelrunde und das Abenteuer ungeduldig auf uns warten ...


Bemerkungen:

Um einen spannenden historischen bzw. mythologischen Stoff für jüngere Ohren hörenswert aufzubereiten, ist Karlheinz Koinegg die erste Adresse. Mit seiner Fassung des "König Artus" fasst er die Vielzahl einzelner Sagen und Geschichten um die Titelfigur und seine Ritter zu einem großen Epos zusammen. Dabei gelingt es ihm, die Dramatik der Geschichte beizubehalten, sie aber so aufzubereiten, dass es für die eigentliche Zielgruppe ansprechend, unterhaltsam und vor allem spannend bleibt.

Koinegg begleitet Artus' Leben komplett, die Erzählung beginnt mit den besonderen Umständen seiner Zeugung und endet erst mit seinem Tod, der Spaltung der Ritter in zwei Lager und damit letztlich auch dem Untergang des großen Traums eines gerechten, großen britannischen Reiches.

Auch bei der Umsetzung geht es sehr überzeugend zu. Die Mühe, die man hier in die Produktion steckt, steht den großen Produktionen des WDR hörbar in Nichts nach. Zunächst überzeigt die großartige Besetzung, die sehr stimmig in der Rollenzuordnung ist. Michael Habeck führt als Sir Bedivere durch das Hörspiel. Ihm gelingt es sehr gut, den Hörer an die Geschichte zu fesseln. Konstantin Graudus gibt dem König Artus durch die Lebensjahre ein stets glaubwürdiges Gesicht.

Sehr gelungen ist auch die Soundkulisse. Mit der stimmigen Musik von Rainer Quade, der hier einen sehr gut auf die Handlungszeit abgestimmten Score komponiert hat, und einer sehr lebendigen Geräuschkulisse schafft man eine schöne - wenn auch nicht historisch ganz korrekte - mittelalterliche Kulisse, in der die Geschichte gut wirkt.

Eine Produktion, die ich großen und kleinen Hörern durchaus empfehlen kann. Eine wirklich sehr gut erzählte und dargestellte Version der Artus-Sage.


Meine Wertung: + + + + +


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